2009-10-05

Das achte kosmische Gesetz

Von traumperlentaucher @ 08:34 [ Gedanken & Beobachtungen ]


Wieso leben wir? Hat unser Leben überhaupt einen Sinn und wenn ja, welchen? Diese Frage aller Fragen haben weder die sieben kosmischen Gesetze des Hermes Trismegistos, noch die Philosophen aus allen Zeiten beantworten können. Allein die Religionen wollen darauf eine Antwort gefunden haben.

Aber es gibt meines Erachtens einen Menschen, der die Antwort auf diese Frage und damit auch das achte kosmische Gesetz gefunden haben könnte, auch wenn er es nicht als solches erkannt hat. Er lebte von 1809 bis 1882 und ist heute allen wohlbekannt: Charles Darwin, der Begründer der Evolutionstheorie.

Erst im letzten Jahrhundert wurde der Zusammenhang zwischen der wichtigsten Frage der Menschen und Darwins Evolutionstheorie hergestellt. Von einem gewissen Josef Haid, der 1911 in Österreich geboren wurde. Über Haid ist wenig bekannt, das Einzige was ich erfahren habe ist, dass er Landwirtschaft und Wirtschaftswissenschaft studiert hat, ein erfolgreicher Unternehmer war und im Jahre 2001 starb. Er gründete mit seinem Vermögen eine Stiftung tomotom), die seine Ideen weiterverbreitet. Auf eine seltsame Art: Sie verschenkt Haids Bücher an ausgewählte Personen.

Gemäss Haid gilt Darwins Evolutionstheorie nicht nur für die Erde, sondern für den ganzen Kosmos. Für den Menschen bedeute dies: Alles was wir denken und tun sei auf die Evolution, die Weiterentwicklung, ausgelegt. Gut sei, was der Evolution diene, schlecht, was der Evolution entgegenlaufe. Natürlich sorge das kosmische Evolutionsgesetz selbst dafür, dass das „Schlechte“ ausgerottet würde.
Das scheint mir einleuchtend und ich befürchte, dass Haids Hypothese schon bald von der gesamten Menschheit bestätigt werden wird.

Doch zurück zu der Frage aller Fragen. Die Antwort lautet also: Unser Lebenssinn liegt darin, der Evolution zu dienen. Haid verneint ein Leben nach dem Tod. Dieser sei endgültig und damit sei unsere Aufgabe erfüllt und abgeschlossen.

Bleibt nur die Frage nach dem Ziel dieser Evolution. Gibt es überhaupt ein Endziel, oder dient die Evolution – auch im komischen Massstab – nur dazu, sich immer wieder einer veränderten Umwelt anzupassen.
Wie ihr sehen könnt, bleibt am Ende immer eine Frage übrig. Vielleicht ist auch das ein kosmisches Gesetz?

Eine schöne Woche. Euer Traumperlentaucher
PS. Josef Haids Buch kann auch bestellt werden: hier


Kommentare

Trompete
2009-10-05 11:08:08

Lieber Traumperlentaucher! schon bei Nestroy heisst es: Die Welt (in Wien sagn's "die Wölt") steht auf kan Fall mehr lang, auf kan Fall mehr lang...Aber irgenwie dreht sie sich ja doch weiter und der Komet kommt net, oder net so bald hoffentlich. Aber was sehr wahrscheinlich in ein paar Tagen kommt,ist die CIT Pleite und das wird eine kleine oder auch nicht so kleine Wiederholung der Lehmann Pleite. Ob's für den nächsten Deflationsschock reicht? Könnte sein. Wie er sich auswirken wird? Alle Assetklassen wieder runter? Cash wieder King? Und Cash ist Trash erst in ... 2010 oder später?

traumperlentaucher
2009-10-05 11:26:32

Liebe Trompete
Wie Recht du hast:
Bisher ist die Welt in jedem Jahrhundert mindestens einmal "untergegangen". Das wird auch im 21. nicht anders sein.
King Cash wird in den nächsten Jahren noch oft den Thron besteigen, obschon er eigentlich Trash heisst und sein innerer Wert gegen Null geht. Obs diesen Herbst wieder soweit ist, weiss ich nicht. Denn es sind ja nicht die Hardfacts, die darüber entscheiden, sondern schlicht und einfach der Glaube, die Angst, die Hoffnung und die Träume, und das Spiel wäre schon längst aus, wenn nicht immer wieder die Regeln verändert würden. So bin ich denn keineswegs sicher, was mit CIT passieren wird. Irgendein verrückter Stunt wird den Strippenziehern schon einfallen.

Trompete
2009-10-05 17:33:02

hier noch der volle Text des Liedes des Lumpazivagabundus: http://www.familienperspektiven.at/3/nestroy.html

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