2009-12-10

Von traumperlentaucher @ 06:49 [ Mitteilungen ]

2009-10-10

Ende und Neubeginn

Von traumperlentaucher @ 14:24 [ Mitteilungen ]


Schon lange habe ich damit gerechnet, nun ist die Kündigung eingetroffen. Die Swisscom, mit ihrem Internet-Portal Bluewin, will ihre Blogs per Ende Jahr schliessen und löschen, auch den Traumperlentaucher. Aus betrieblichen Gründen, heisst es.
Leuchtet ein. War für die Swisscom nur Aufwand ohne Nutzen.
Immerhin hat sie nicht einfach ohne Ankündigung den Laden dicht gemacht. Das betrachte ich als betrieblichen Fortschritt.
Wie und ob es weitergehe, könne man noch nicht sagen, steht im Kündigungsschreiben, doch eines sei sicher: gratis werde es nicht mehr sein.

Ob gratis oder nicht: der Traumperlentaucher wird weiter leben, träumen und schreiben. Die Dateien sind gepackt, der Umzug vorbereitet. Wo es hingeht, werde ich in den nächsten Wochen entscheiden und kommunizieren.

Wo ein Ende ist, ist immer auch ein Anfang. Euer Traumperlentaucher





2009-09-30

ZU VERKAUFEN

Von traumperlentaucher @ 08:20 [ Mitteilungen ]


Gebrauchte Träume, verschiedene Sorten. Zum Beispiel rosarote Wolkenträume Nummer Sieben für frisch Verliebte, Bonusträume für gestresste Manager und andere arme Teufel, Missträume (nicht zu verwechseln mit Mistträumen) für Aschenputtel, Allmachtträume für Berufe, die mit „P“ beginnen, wie Polizisten, Plattenleger, Politiker, Pöstler, Päpste, Püro-Perater etc.

Die angebotenen Produkte sind bei bestimmungsgemässem Gebrauch sehr umweltfreundlich (Klasse Omega Plus Plus) und tragen nur unwesentlich zur Erhöhung der Unordnung im Universum bei. Damit wird der Wärmetod des Universums (Entropiegesetz) nicht messbar beschleunigt.
Die Produkte sind jedoch äusserst flüchtig und deshalb mit Sorgfalt zu behandeln. Eine Umsetzung in die Realität, ein Mischen mit anderen Träumen, die Anwendung in der Öffentlichkeit und das Kopieren sind verboten.
Entflohene Träume können nicht ersetzt werden.

WICHTIGE INFORMATION FÜR DEN KÄUFER: Das gesamte Universum, einschließlich dieses Produktes, kann eines Tages zu einem unendlich kleinen Punkt kollabieren. Sollte daraus wiederum ein neues Universum entstehen, kann die Existenz dieses Produktes darin nicht garantiert werden, da das Überleben von Träumen bei diesem Vorgang bisher noch nicht wissenschaftlich getestet wurde.

Bei Verirrungen und Nebenfantasien wenden Sie sich bitte an die nächste Fernsehanstalt oder an den Religionsführer Ihres Vertrauens.

Gerne nehme ich Bestellungen entgegen. Preis: Traumsache. Euer Traumperlentaucher

2009-07-30

Blogologie

Von traumperlentaucher @ 08:07 [ Mitteilungen ]


Blogs kommen und gehen wie die Gäste in einer Beiz. Manche Blogger brauchen gerade mal ein paar Wochen, andere Jahre bis ihnen nichts Gescheites mehr einfällt.
Darum habe ich wieder einmal meine Blogroll (Links zu anderen Blogs) unter die Lupe genommen, Tote und Zombies entfernt und einige hinzugefügt, die mir lesenswert erscheinen.
Erstmals einen strammen Marxisten, obschon ich als Kapitalist wohl am anderen Ende der Skala rumgeistere. Ungenannt will er sein, inkognito seine Fragmente, die er Aphorismen nennt, in den unendlichen Weiten des Internets verstreuen. Gott weiss warum. A propos: an den glaubt er natürlich nicht, zieht nicht einmal seine mögliche Existenz in Erwägung, wie es sich für einen echten Marxisten gehört. Da bin ich als Agnostiker vorsichtiger.
Trotzdem ist das Blog des Ungenannten lesenswert. Er ist ein Tieftaucher und seine Gedankensplitter stammen oft vom Grund des Lebensflusses.
Neu in der Blogroll ist auch der Wirtschaftsquerschuss, obwohl ich als Schütze Querschüsse für äusserst gefährlich halte. Aber unser Finanzcasino braucht kritische Beobachter. Dazu gehört auch Jesse's Café Américain, ein Amerikaner (?) mit seltsamen Vorlieben, der offenbar nichts anderes zu tun hat, als in Genève in einem Café zu sitzen und den Casinobetrieb der Finanzwelt mit spitzer Feder zu sezieren.
Auch Weissgarnix, der mehr weiss, als sein Name vermuten lässt, ist ein kritischer Kapitalist. Er ist Keynesianer und eine Art Spinoff des gelben Forums. Keynesianer sind übrigens Anhänger von John Maynard Keynes und nur ausnahmsweise Kenianer.
Doch mit Geld kann man keine Träume kaufen, obwohl uns das die Werbefritzen immer weis machen wollen. Daher findet ihr in meiner Blogroll nach wie vor eine Reihe altbekannter Träumer und Träumerinnen. Darunter so bezaubernde Vögel wie die Wildgans mit ihrem tiefsinnigen Blog, das zum Nachdenken und Nachempfinden einlädt. Oder Madame Lila, die mich mit dem Einblick in ihre Gedankenwelt immer wieder fasziniert. Frauen bloggen übrigens anders als Männer, oft in Tagebuchform, fern von Politik und Finanzunwesen, feinsinnig dem wahren Leben nachspürend. So unterschiedlich sie auch sind, sie haben eine Gemeinsamkeit: sie sind allesamt Bücherwürmer, wie Müga, die Berner Buchhändlerin. Sie heisst natürlich nicht Müga, das ist bloss eine Abkürzung für Münstergasse, dort findet man ihre Welt. Vermutlich.
Männer bloggen nicht nur anders, sie träumen auch anders, wie uns Blogs wie das Nächtebuch und Jonathans Traumblog zeigen. Beide geben sehr viel von sich selbst Preis. Freud hätte eine wahre Freude an ihnen.

Traumhafte Ferien, einen liebestollen Urlaub oder einen geruhsamen Büroschlaf wünscht euch: euer traumperlentaucher

Bild: Fernträume, von Bara-Bara & Staubfinger

2009-01-03

Nette Bekannte

Von traumperlentaucher @ 15:47 [ Mitteilungen ]


Die Tamara, die ich aus der Wirklichkeit kenne, hat eine Spinnenphobie, genauso wie die Tamara in Armins Geschichte, der wir schon bald begegnen werden. Außerdem sind sie beide hübsch. Doch das sind die einzigen Gemeinsamkeiten, die ich ausmachen kann.
Auch der Brösmeli aus Armins Geschichte hat nichts mit dem Brösmeli zu tun, den ich in Wirklichkeit kenne. Obschon in diesem Fall eine gewisse Ähnlichkeit nicht zu übersehen ist, zumindest oberflächlich. Natürlich heißt der Brösmeli in Armins Geschichte nicht wirklich Brösmeli. Armin hat mich gebeten, alle Namen abzuändern, damit die Protagonisten seines Albtraums anonym bleiben. Aber auch der Brösmeli aus meiner Wirklichkeit heißt nicht wirklich Brösmeli. Das ist nur sein Übername und hat etwas damit zu tun, wie der Mann Nussgipfel isst.
Nur Armin ist und heißt Armin. Doch bereits den Nachnamen habe ich, seinem Wunsch entsprechend, in Meier geändert.
Also, dieser Armin Meier ist am Tiefpunkt seiner Existenz angelangt. Er hat nichts mehr zu verlieren, außer seinem Leben. Job weg, Frau weg, Geld weg, Haus weg. Um zu leben muss er klauen und er schläft in einem verrosteten Mini, der sein Rendezvous mit der Schrottpresse verpasst hat.
Das ist hart. Besonders hart für einen wie Armin, der einmal ganz oben war, auf der Teppichetage eines Unternehmens, der es gewohnt ist, aus Sektkelchen zu trinken und mit silbernem Besteck zu speisen.
Doch Armin ist noch nicht ganz am Ende. Er hat noch eine verrückte, wahnwitzige Hoffnung und im Kofferraum seines Mini den letzten Nadelstreifenanzug, der ihm verblieben ist.
Manfred Diener, ein flüchtiger Bekannter aus seinem Teppichetagenleben, Chairman einer internationalen Investmentgesellschaft, freundlich, sanft, liebenswürdig, zuvorkommend, rundlich mit Toupet, mit Schweinsäuglein hinter dicker randloser Brille, klein wie ein Minischwein, aber elegant angezogen, sucht einen Geschäftsführer für eines seiner Unternehmen.
Morgen ist Armins Tag der letzten Chance. Wenn er den Job bekommt, ist er seine Sorgen los, zumindest kurzfristig, er steigt dann wie ein gefallener Engel wieder empor, vom Landstreicher zum CEO. Wenn nicht, kann er sich schon mal sein Grab schaufeln. Denn Armin ist für das Leben ganz unten denkbar schlecht geeignet. Es ist nicht seine Welt.

Schon bald werden wir auf Armins Bekanntenkreis treffen.
Den schwulen Hexenmeister Serge Delbort, zum Beispiel.
Oder Melanie Beyeler. Eine aufgeblasene Kröte mit nichts als Sex im Kopf und einer Schublade voller entsprechender Spielzeuge. Leider ist sie nicht nur Bürofetischistin, sondern auch Personalchefin.
Aber wir werden auch Dr. Martin Faulhuber kennenlernen, einen lärmempfindlichen Allergiker mit Flügelohren und Knopfaugen wie bei einer Fledermaus. Auch er möchte Dieners Job.
Auch David Meier werden wir begegnen, einem verrückten Professor, wie der Typ in "Back to the Future". Doch Armin hat mir versichert, dass er nicht mit ihm verwandt ist.

Aber Armins Lebens- und Leidensgeschichte bevölkern nicht nur unappetitliche Typen und Spinner. Lucie, gerade 18 Jahre alt, verträumt, verliebt, das Gesicht voller Sommersprossen, ist ein wahrer Sonnenschein. Und clever dazu.
Auch Mucki, das Gotic-Girl, geschmückt mit Tattoos und vollgepierct, Augen und Mund schwarz geschminkt, ist auf den zweiten Blick ein liebenswerter "Kerl".

Doch zuviel will ich euch nicht verraten. Schon bald ist es Zeit für die erste Folge von Armins Geschichte. Euer Traumperlentaucher


PS. Am besten abonniert ihr einfach die Geschichte. Gratis natürlich.

2009-01-01

Affenhirn

Von traumperlentaucher @ 15:05 [ Mitteilungen ]


Hoffentlich seid ihr im neuen Jahr gut angekommen. Die Reise zwischen den Jahren ist nicht ohne Gefahr. Man kann sich zwischen den Glockenschlägen um Mitternacht im Zwischenjahr verirren, oder seine Seele im letzten Jahr vergessen.
Also: Ich hoffe, ihr seid noch da und ganz die Alten - oder ganz die jungen Alten, oder alten Jungen - je nachdem.
Denn wir haben einiges vor, 2009: Erstens müssen wir uns mit der Mutter aller Krisen herumschlagen und zweitens wollen wir natürlich möglichst viel und gut träumen.

Was mein Blog hier betrifft: So soll es erstmal so weitergehen, wie bisher. Irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Traumgesprächen mit dem Gesichtslosen und Notizen am Rande der Wirklichkeit.

Doch neuerdings bewohne ich im Internet noch einen Zweitwohnsitz. Und dort, so habe ich mir vorgenommen, will ich nicht einfach vor mich hin bloggen und das Gleiche erzählen wie hier. Nein, ich möchte euch in meinem zweiten Zuhause die Geschichte meines Freundes Armin erzählen. Jede Woche eine neue Folge.
Die Geschichte ist so verrückt, dass ich sie "Affenhirn" getauft habe.

Aber ich habe mir noch mehr vorgenommen. Einerseits werde ich nächstens auch mein letztjähriges Blog wieder als Buch veröffentlichen, andererseits liegt immer noch ein Science Fiction Roman in meiner Schublade. Auch er soll 2009 zu seinen Lesern finden.

Bis bald, hier oder drüben. Euer Traumperlentaucher


2008-09-30

Nachrichten von der Front

Von traumperlentaucher @ 07:48 [ Mitteilungen ]


Zuerst die guten Nachrichten: „Wir werden nicht sterben und auch morgen wird wieder die Sonne aufgehen.“
Und jetzt die schlechten: Unsere Pensionskasse ist wahrscheinlich futsch, unsere Ersparnisse werden sich in Nichts auflösen und vermutlich werden wir auch arbeitslos.
Aber schließlich wird alles gut werden. Genauso wie in den Tausenden von Filmen und Filmchen, die wir uns reingezogen haben. Es gibt immer ein Happy End. Nicht für alle, aber mindestens für die Reichen und Schönen.

Den Nachrichten nach zu schließen, hat die Finanzkatastrophe jetzt den zweiten Gang eingelegt und gibt Vollgas. Noch diese Woche wird vermutlich in den dritten geschaltet. Ob die überladene Karre ein Vier- oder Fünfgang-Getriebe hat, werden wir sehen.

Gestern konnte ich übrigens mein Vreneli nicht tauschen. Als ich endlich, nach einer Stunde in der Schlange, dem Schaltermensch gegenüber stand, waren keine Dollar mehr da. Außerdem sagte mir der Mensch, nachdem er mein Vreneli genau unter die Lupe genommen hatte: „Ihr Goldvreneli hat ein kleines schwarzes Loch, das können wir nicht mehr zurücknehmen.“
Ich hoffe nun, dass das schwarze Loch nicht grösser wird und mein Vreneli ganz auffrisst. Vielleicht kann ich es ja beim Bauern nebenan gegen einen Sack Kartoffeln tauschen oder dafür meine Schuhe neu besohlen lassen.

Auf dem Rückweg habe ich dann noch den EC-Automaten gescheckt. Alles im grünen Bereich, er spuckte Geldscheine wie immer und ratterte dazu fröhlich vor sich hin. Zu Hause angekommen konnte ich feststellen, dass der Wasserhahn noch lief, die Musik noch aus dem Radio dudelte und die Toilettenspülung immer noch defekt war. Auch die Katzen waren gefräßig wie immer. Mäuse sind also noch genügend da.
Es ist alles noch in bester Ordnung. Die Finanzkatastrophe spielt sich bloß im Fernsehen ab. Und das habe ich vorsorglich ausgeschaltet.
Um sicher zu sein mit der Zwickzange beim Kabelanschluss.

Gestern hat mir Armin noch einen wertvollen Aktientipp gegeben: „Du musst Aktien der Glückspost kaufen.“
Vermutlich hat er Recht. Ich überlege mir auch, ob ich nicht bei den Misswahlen einsteigen will. Natürlich nicht als Miss, dafür habe ich zuviel Haare auf der Brust. Die Missen haben jetzt Hochkonjunktur und bald wird jede Woche irgend eine Miss gewählt. Good shot, nice Miss. Gilt auch für die Finanzmärkte.

Voilà, das waren die neusten Nachrichten von der Front. Haltet die Ohren steif! Euer Traumperlensprecher.

2008-09-14

Hallo! Ist da jemand?

Von traumperlentaucher @ 16:16 [ Mitteilungen ]


Drei Wochen lang habe ich den Traum-Zigarettenautomaten des Gesichtslosen gesucht, doch gefunden habe ich ihn nicht. Dafür Menschen mit Graskanonen, ein Wurzelbuch und einen ganzen Rucksack voller Geschichten, wie zum Beispiel die vom ausgehängten Blitz.
Und natürlich habe ich viele Traumzeichen gesehen. Aber vermutlich wird nicht jedes zu einer Traumperle führen. Einige waren sogar rabenschwarz.
Bevor ich jedoch anfange zu berichten, muss ich die neuen Träume sortieren und die Guten von den Giftigen trennen, genauso wie bei den Pilzen.
Doch zuerst mal ganz herzlichen Dank an Staubfinger, der dieses Blog gut gehütet hat – ich glaube, es wäre sonst spurlos verschwunden. Denn jenseits der Tür, durch die ich gegangen bin um Zigaretten zu holen, existieren weder Computer noch Internet.

Bis bald. Euer Traumperlentaucher

2008-08-23

Staubfinger

Von traumperlentaucher @ 09:16 [ Mitteilungen ]
Staubfinger

Gestatten, Staubfinger ist mein Name. Meines Zeichens Sammler von Büchern. Erfundene Geschichten die mich das anstrengende Leben eine kurze Zeit vergessen lassen. Lord Jon Snow, RUMO, Elric, Garth Einauge, Sonea und viele Andere sind meine Helden. Die gleichen Kreaturen die versuchen werden, euch in den kommenden Wochen in den Bann zu ziehen. Die Abwesenheit des Tauchers gestattet mir, euch einige meiner Lieblingswerke vorzustellen. Jetzt bleibt mir nur noch, euch eine unterhaltsame Zeit zu wünschen, die das Warten auf die anregenden Gedanken des Traumperlentauchers verkürzen.




2008-08-22

Gehe jetzt rasch Zigaretten holen

Von traumperlentaucher @ 09:28 [ Mitteilungen ]



Mach deine Gedanken nicht zu deinem Gefängnis
William Shakespeare



Ich gehe jetzt mal Zigaretten holen.
In der Zwischenzeit wird dieses Blog in das Reich der Fantasie entführt. Andere Welten, andere Träume.

Euer Traumperlentaucher

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