Bärenjagd
| Von traumperlentaucher @ 10:20 | [ Geld&Gold ] |

Die Bärenjagd an den Börsen geht weiter und die Bullen jubeln. Die Kurse steigen und steigen und der Dow Jones hat wieder die Marke von 10000 überschritten. Ein Zeichen des Aufschwungs, meinen die Optimisten und die medialen Wirtschaftsexperten (Das sind die, die von der Krise erst aus den Zeitungen erfahren haben). Derweilen kippen die Skeptiker (Bären) der Börsenhausse reihenweise um. Nur die Permabären bleiben noch in ihren Löchern und shorten, doch auch ihnen geht langsam die Puste aus. Zwar hat sich an den fundamentalen Fact nichts verändert. Obschon die Politiker und die medialen Experten immer wieder das Ende der Krise ausrufen, ist die Situation schlimmer als zuvor. Die Chance, das Steuer noch herumzureissen wurde definitiv verpasst. Die Schuldenblase ist zum Zerplatzen aufgebläht und etliche Staaten kämpfen gegen den drohenden Bankrott.
Nur den Banken geht es gut, nachdem sie ihre Schulden an den Steuerzahler abgetreten haben. Darum sehen sie die Zukunft rosig, mit Gewinnen besser als in alten Zeiten, hirnrissigen Boni und möglichst ohne zusätzliche Regeln, die ihnen das Casino-Geschäft vermiesen würden. Doch die „Wirtschaft“ der Banken hat nichts mehr mit unserer realen Wirtschaft zu tun.
Darum steigen die Aktienkurse, obschon die Aussichten für die Wirtschaft zappenduster sind. Steigende Arbeitslosigkeit, höhere Steuern wegen der immensen Staatsverschuldung, bei gleichzeitigem Abbau staatlicher Leistungen, sind das was uns erwartet.
Woher die Menschen die Mittel hernehmen sollen, um mehr zu konsumieren und woher die Staaten das Geld nehmen sollen, um mit zusätzlichen Investitionen die Konjunktur zu stützen, bleibt ein Rätsel.
Das BIP (Bruttoinlandprodukt) wird steigen, erwarten die „Experten“. Wiederkehrendes BIP-Wachstum = Ende der Rezession = Aufschwung. Doch davon werden nur wenige profitieren. Was nützt mir ein BIP, das durch die „Dienstleistungen“ (Zockerspiele) der Banken gepusht wird?
Doch zurück zur Bärenjagd: Eine Hausse dauert solange bis der letzte Bär zur Strecke gebracht ist. Oder anders gesagt: Wenn das Gefühl der Skeptiker „Gewinn verpasst zu haben“ so groß wird, dass die meisten von ihnen noch auf den Zug aufspringen, dann ist der Crash nicht mehr weit.
Bald, denke ich, werden wir diesen Punkt erreicht haben.
Zudem verheißen die steigenden Gold- und Ölpreise und der Abschiedskampf des Dollars nichts Gutes.
Freut euch an den Farben des Herbstes, sie sind gratis. Euer Traumperlentaucher
Bild: "Aufgescheucht"












