2009-10-25

Das merkwürdige Unbekannte

Von traumperlentaucher @ 20:07 [ Bücher ]


Das Eszett ist nach Gabel, Löffel und Messer nicht etwa ein viertes Besteck, sondern ein Buchstabe, den hier in der Schweiz keiner braucht, aber jeder kennt, der Bücher liest.
Ein seltsames Zeichen, dieses ß. Irgendwann ist es mal ausgestorben und keiner weiß warum. An den Schulen wird es nicht gelehrt, auf den Tastaturen der Computer ist es nicht zu finden und in den hiesigen Zeitungen auch nicht.
Nur beim Schreiben von SMS findet es manchmal Verwendung: Es spart einen Buchstaben. Doch die zugehörigen Regeln kennt kaum jemand. Auch ich nicht. Ich lasse mir die ß durch das Korrekturprogramm setzen. Ich habe bereits genug mit den Helvetismen zu kämpfen.

Doch in Büchern wird es verwendet, auch wenn sie aus einem Schweizer Verlag stammen. Denn sie sollen ja auch in Deutschland gelesen werden.
Und so lesen wir diesen unbekannten Bekannten, ohne dass er uns auffällt. Wir überlesen ihn, so wie wir das meiste überlesen, was wir lesen.
Nicht nur das, was zwischen den Zeilen steht, nicht nur die Rechtschreibfehler, der immer flüchtiger werdenden Online-Journalisten, auch vieles was in den Worten steckt.
Denn schließlich liest doch jeder nur, was in seine Schublade passt. Die endgültige Nachricht entsteht eben im Kopf des Empfängers und nicht schon beim Sender.

Ich wünsche euch eine Wunderwoche. Euer Traumperlentaucher

2009-07-27

Elektronische Bücherverbrennung

Von traumperlentaucher @ 10:47 [ Bücher ]


Amazon hat kürzlich per Fernzugriff auf sein elektronisches Buchlesegerät „Kindle“ Bücher gelöscht. Inklusive Randnotizen einiger Leser. Darunter ausgerechnet Orwells 1984!
Stellt euch vor: Ihr lest ein Buch, macht einige Randnotizen, freut euch schon auf die Fortsetzung am nächsten Abend und legt es vor dem Zubettgehen auf den Nachttisch. In der Nacht bricht der Buchhändler in eure Wohnung ein und holt sich das Buch zurück. Genau das hat Amazon getan. Auf sein Lesegerät „Kindle“ hat Amazon offenbar unbeschränkt Zugriff. Ohne den Leser fragen zu müssen, können Bücher gelöscht oder deren Inhalt verändert werden. Das hätte sich nicht einmal George Orwell träumen lassen.
Das elektronische Buch der Zukunft kann also beliebig manipuliert werden. Über Nacht kann der Inhalt eines Textes verändert oder Teile davon entfernt werden, wenn sie z.B. nicht mehr der Political Correctness entsprechen. Elektronische Bücherverbrennung.
Damit ist für mich das elektronische Buch gestorben. Ich werde mich hüten, jemals eines dieser Dinger zu kaufen oder meine Bücher elektronisch zu veröffentlichen. Ich bleibe bei Papier und Druckerschwärze.
Da bin ich sicher, dass mein Buch auch nach zwanzig Jahren noch so in meinem Büchergestell steht, wie ich es gekauft habe.
Amazon muss verrückt sein, sich selbst so vorzuführen. Euer Traumperlentaucher

Bild: Riesenhimmelslaterne kurz vor dem Start, von Heinz

2009-07-14

Blook

Von traumperlentaucher @ 07:35 [ Bücher ]


Ein Blook ist ein Weblog in Buchform. Einige Blogger – ich gehöre dazu – verlegen ihr Blog in Buchform. Meistens selbst und nicht um damit Geld zu machen, sondern als Langzeitspeicher. Denn die elektronischen Speichermedien sind vergänglich. Einerseits aufgrund der technologischen Entwicklung der Hardware, andererseits wegen ihrer mangelhaften Resistenz gegenüber dem Zahn der Zeit. Ob eine selbstgebrannte DVD in zwanzig Jahren noch von einem PC gelesen werden kann ist fraglich. Aber ein Buch kann problemlos noch in hundert Jahren gelesen werden, notabene ohne Hilfsmittel.
Auch aus meinem zweiten Blog AFFENHIRN wird ein Blook entstehen. AFFENHIRN ist eine Art Litblog, also ein Literaturblog. Es erzählt eine verrückte Episode aus dem Leben meines Freundes Armin, der zurzeit in einem Sanatorium lebt. Klapsmühle würden die meisten Menschen dazu sagen. Für mich ist es ein Albtraumhaus und für Armin eine alternative Realität.
Natürlich ist AFFENHIRN noch ungeschliffen im Rohzustand. Doch bevor diese Geschichte in ein Blook gegossen wird, werde ich sie überarbeiten und dem scharfen Verstand einer Lektorin anvertrauen. Doch bis dann gibt es noch einiges zu berichten.

Bis bald, hier oder drüben. Euer Traumperlentaucher.

Bild: Von Bara-Bara und Staubfinger

2009-04-23

Die Albtraumfirma

Von traumperlentaucher @ 17:36 [ Bücher ]


Winkler war ein Gentleman – er sagte nie »Arschloch«, er dachte es nur. Abschätzig musterte er Rüdiger Glock, der am Ende des Konferenztisches saß, und erklärte: »Wir haben jetzt neue, stärkere Schrauben verwendet. Damit ist der V1510 so stabil wie ein Panzer. Ich denke, nun sollte es auch für Ihre Kunden reichen.«
Glock strich bereits seit Tagen in der Firma umher und ging allen auf die Nerven. Natürlich hatte er auch schon eine Reklamation an die Zentrale geschrieben. Das war nichts Außergewöhnliches, er schrieb immer irgendwelche Beschwerdebriefe. Es war seine Art, sich beliebt zu machen.
Glock fühlte sich durch Winklers Erklärung angegriffen und antwortete: »Es ist nun mal so, dass unsere Kunden besonders anspruchsvoll sind, unser Markt ist eben ein spezieller. Die Produkte müssen perfekt sein.«
Ja, und der Preis natürlich tiefer als anderswo, dachte Alex. Hoffentlich reist er heute Abend endlich ab.
Winkler versuchte zu beschwichtigen: »Das sind sie ja, Herr Glock. Wir werden den V1510 in Zukunft nur noch mit den verstärkten Schrauben ausliefern. Ihre Kunden werden damit zufrieden sein, das garantiere ich Ihnen.«
Rüdiger Glock schien nur auf diesen Augenblick gewartet zu haben. Er öffnete einen Karton, den er neben seinem Stuhl deponiert hatte und zog daraus einen V1510 hervor. »Das nennen Sie perfekt?« Er hielt den roten Miniatursauger in die Höhe wie eine Trophäe und blickte anklagend in die Runde. Die versammelten Kaderleute schauten ihn verständnislos an. Nur Gribouille erdreistete sich, eine Bemerkung zu machen: »Wohl wieder irgend so ein Mückenschiss«, sagte er leise zu seinem Tischnachbarn.
Doch der glatzköpfige Glock hatte gute Ohren: »Nein, kein Mückenschiss«, konterte er. »Sie verkennen offenbar die Situation. Das Gehäuse dieses Saugers ist total zerkratzt. Glauben Sie denn, unsere Kunden würden dafür auch nur einen Cent hinlegen?« Glock reichte den Sauger in die Runde.
»Ein winziger Strich, kaum zu sehen«, sagte Gribouille, der sich eine Uhrmacherlupe ins Auge geklemmt hatte.
»Jetzt passen Sie mal auf«, entgegnete Glock sichtbar wütend. »Dieses Gerät war noch nie bei einem Kunden, ich habe es direkt aus Ihrem Lager geholt. Und was muss ich feststellen? Es ist nicht mehr neu!«
Winkler telefonierte mit dem Lager und Alex sah zum Fenster. Die Vögel draußen auf der Stromleitung hatten ihre Köpfe schief gelegt und schauten interessiert in den Konferenzraum.


Auszug aus dem Buch: Die Albtraumfirma

Habt ihr euch auch schon gewundert, was auf der Teppichetage eurer Firma los ist?
Habt ihr euch schon gefragt, wieso anstatt weisen Strategien unverständliche Forderungen und kuriose Projekte von "da oben" kommen und wieso die Chefs und Sekretärinnen manchmal bis spät in die Nacht hinein arbeiten?
Im neusten Buch des Traumperlentauchers wird das Rätsel gelöst: Die Albtraumfirma

2009-03-07

Im Irrgarten der Träume

Von traumperlentaucher @ 11:51 [ Bücher ]


In einer warmen Sommernacht begegnen sich vier Menschen in einem Stadtpark: Der egozentrische Max, der nach einem Albtraum nicht mehr schlafen kann, die launische Zoe, die meint, ihren Nachtspaziergang zu träumen, der achtzehnjährige Thilo, der nach einem Unfall glaubt, er sei gestorben, und Laura, eine Mittfünfzigerin, die angeblich schon seit sechs Monaten in einer seltsamen Stadt jenseits des Parks lebt, von der die anderen noch nie etwas gehört haben.
Als die Vier den Park verlassen um den verletzten Thilo ins Krankenhaus zu bringen, beginnt eine Reise, die sie nicht nur an ihren Träumen, sondern auch an der Wirklichkeit zweifeln lässt und die sie in eine ferne Zukunft führt.


Es ist soweit: Am 16.3. erscheint ein weiteres Traumbuch, ein Science Fiction Roman mit dem Titel:
IM IRRGARTEN DER TRÄUME

Natürlich sind alle Science Fiction Traumbücher, genauso wie Fantasy Romane.
Wenn ihr also erfahren möchtet, was jenseits des Parks auf Thilo, Laura, Zoe und Max wartet:

Im Irrgarten der Träume, ISBN: 978-3-86870-065-7, 258 Seiten, € 17.50

Ein traumhaftes Wochenende. Euer Traumperlentaucher.

2009-02-11

Das Blogbuch 2008 ist da!

Von traumperlentaucher @ 13:22 [ Bücher ]


Wie bereits für das Jahr 2007, steht mein Blog 2008 nun auch in Buchform zur Verfügung.
365 Seiten, mit allen Bildern in Farbe für 69 € oder in schwarzweiß für 19.90 €.
Ein Download der Farbausgabe kostet 3,75 €.

Hier gehts zum "Buchladen" meiner Blogverlegerin.

Liebe Gedanken und gute Träume. Euer Traumperlentaucher

2009-02-08

Auf der Suche nach der Angst (3)

Von traumperlentaucher @ 11:25 [ Bücher ]


Nachdem ich eine neue Taschenlampe gekauft hatte, besuchte ich wieder den Ort meiner Angst. Sie war noch immer da drin, ich hörte sie flüstern. Wie beim ersten Mal überwand ich mit einem Sprung das grundlos tiefe Wasserloch. Diesmal ohne Beule und ohne meine Taschenlampe zu verlieren. In der Linken die Taschenlampe in der Rechten einen Stock, tastete ich mich im Stollen voran.
Der Boden war von Wasser bedeckt und vor jedem Schritt sondierte ich mit dem Stock die Tiefe. Ich kam deshalb nur langsam voran. Trotzdem war schon bald der Eingang des Stollens nicht mehr zu sehen. Auch keine Schnecken und Spinnen mehr. Die trieben sich nur im Eingangsbereich herum. Ohne Licht kamen auch sie nicht aus. Wenn ich zwischendurch innehielt, um zu laschen, hörte ich leise Wasser tropfen.
Ich fragte mich, wer wohl diesen Stollen gebaut haben mochte und zu welchem Zweck. Wie alt mochte er sein? Einige Jahrzehnte? Gar Jahrhunderte? In den Wänden befanden sich regelmäßig kleine Nischen. Vielleicht für Kerzen oder Laternen? Ein weiteres Rätsel waren die Biegungen. Der Stollen führte nicht gerade in den Sandstein hinein, mal bog er nach links, mal nach rechts. War der Erbauer einer unsichtbaren Spur gefolgt?
Vor lauter Rätseln hatte ich meine Angst vergessen. Doch plötzlich vernahm ich in Gedanken wieder ihre Rufe. Sie erwartete mich. Inzwischen war die Luft stickig geworden und der Stollen so schmal, dass ich nicht nur gebückt, sondern auch seitwärts gehen musste. Sein Erbauer musste klein gewesen sein. Dabei gehöre schon ich zu den kleineren Exemplaren. Doch früher waren die Menschen noch kleiner als heute. Auch ein Hinweis auf das Alter dieses Bauwerks?
Unter normalen Umständen wäre ich umgekehrt, doch dies waren keine normalen Umstände. Ich wusste, wenn ich jetzt umkehren würde, würde ich meine Angst nie mehr treffen. Jetzt oder nie. Also drückte ich mich weiter durch den schmalen Stollen und watete durch das Wasser. Meine Schuhe waren voll gelaufen, doch das nahm ich nur beiläufig zur Kenntnis.
Schon wieder bog der Stollen leicht nach links, doch dahinter wurde er plötzlich wieder breiter. Unvermittelt betrat ich eine kleine Kammer. Hier war sie, sie hockte am Boden und schaute mir entgegen. Aber meine Angst hatte keine Angst mehr, und auch ich hatte keine Angst mehr vor meiner Angst. Ich setzte mich zu ihr und wir sahen uns die Augen. Ich vergaß, wo ich war. Der Stollen, das Wasser, die stickige Luft existierten für mich nicht mehr. Auch die Quelle am Ende des Stollens und deren Wasser, das aus einer Felsenspalte rieselte, nahm ich nicht mehr wahr. Endlich hatte ich meine Angst gefunden.
Ich nahm sie an der Hand und gemeinsam machten wir uns auf den langen Rückweg.

Die Angst ist unser Freundin, sie beschützt uns vor der Leichtsinnigkeit. Euer Traumperlentaucher

PS. Eine weitere Fortsetzung von Armins Geschichte ist erschienen. Wer noch nicht eingestiegen ist: höchste Zeit sich einzulesen, ab jetzt geht die Post ab. In den nächsten Folgen funkt es zwischen Armin und Lucie, der Lehrtochter, und in der Firma beginnt ein wüster Bürokrieg.


2008-12-01

Der Traum vom eigenen Buch

Von traumperlentaucher @ 07:57 [ Bücher ]


Bestseller sind Bücher, die alle lesen, weil alle sie lesen. Egal was für ein Mist drinsteht.
Literaturagent Merlin Petrow


Ein Buch zu schreiben, mit der Idee berühmt oder reich zu werden, ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Nur 0,03 Prozent der Schriftsteller können vom Schreiben leben. Und das ist harte Arbeit ohne Erfolgsgarantie. Wer mit dem richtigen Manuskript zur richtigen Zeit beim richtigen Verlag anklopft und dann noch das unwahrscheinliche Glück hat, einen Bestseller zu landen, produziert im nächsten Jahr vielleicht bereits einen Flop und gerät rasch in Vergessenheit, denn niemand vergisst so schnell wie der Markt.
Viele Menschen möchten ein Buch schreiben, sei es über ihr Leben, über ihre Ansichten und Einsichten oder als persönliche Therapie. Nur wenige schaffen es und nur ganz wenigen ist es vergönnt, ihr Buch eines Tages in einem Regal beim Buchhändler stehen zu sehen, ein Buchrücken einsam und verloren unter Tausenden.
Natürlich sollte ein angehender Schriftsteller schreiben können – einigermaßen. Aber schließlich wird das Manuskript ja noch lektoriert. Und wenn der Lektor mal mit dem Rotstift fertig ist, hat manch einer Mühe, sein eigenes Manuskript wiederzuerkennen. Doch Schreibenkönnen reicht nicht.
Auch eine tolle Idee zu haben, genügt nicht. Ideen hat jeder. Allerdings stammen sie oft nicht aus der eigenen Küche, wie man gerne glaubt, sondern aus einem Film oder aus einem anderen Buch. Die Welt dreht sich im Kreis. Genauso wie in der Musik jede vernünftige Tonfolge schon x-fach gespielt wurde, wurde auch jeder Satz mindestens schon einmal geschrieben und jede mögliche und unmögliche Geschichte schon einmal erzählt.

Doch wie entsteht ein Bestseller?
Ein Bestseller wird von der Werbeabteilung eines Verlags gemacht. Dazu braucht es eine einigermaßen vernünftige Geschichte aus dem Kanon der gängigen Klischees. Aber es braucht dazu in erster Linie einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin, die man vorzeigen kann. Hausfrauen und Lehrer eignen sich schlecht dazu. Besser sind bekannte Politiker, Schurken, Exoten, Promis und Schönlinge. Ganz wichtig ist, gut auszusehen. Fotoshop hat seine Grenzen und Schminke auch. Auch sollten Schriftsteller, im Gegensatz zu Sportlern, vernünftige Interviews geben können.

Doch was passiert mit den Gewöhnlichen, die es nach Jahren geschafft haben, ein Buch zu schreiben? Vielleicht sogar eine gute Geschichte fesselnd erzählt haben?
Sie versenden ihre Exposees an alle möglichen Verlage, bekommen nichts als Absagen und manchmal überhaupt keinen Bescheid. Einige fallen auf die Angebote der Kostenzuschuss-Verlage herein, weil ihnen niemand gesagt hat, dass richtige Verlage keine Autoren suchen und auch keine Kostenbeteiligung verlangen.
Und viele landen schließlich bei BOD, Lulu oder einem ähnlichen Print on Demand Verlag. Für wenig Geld kann man dort sein Buch im Digitaldruck drucken lassen. Es bekommt eine ISBN-Nummer und wird dann auch bei Amazon etc. aufgeführt. Gedruckt wird jedes Exemplar nur auf Bestellung, Auflage Null. Die Qualität ist gut, die Kosten pro Buch etwas höher als bei Großauflagen im Offsetdruck. Keine schlechte Lösung. Das Manuskript vergammelt nicht auf der Festplatte des Computers, man hat ein hübsches Buch, das man seinen Freunden und Bekannten zu Weihnachten schenken kann und wenn man Glück hat, bestellt vielleicht der eine oder andere ein Exemplar im Internet.
Und später im Altersheim hat man etwas Vernünftiges zu lesen, von einem Autor, den man persönlich kennt - oder mit etwas Alzheimer jeden Tag neu entdecken darf.
Ein Bestseller wird es allerdings nie und reich wird man auch nicht, sondern in der Regel etwas ärmer. Denn obschon Print on Demand sehr günstig ist, eine Lektorin oder einen Lektor sollte man sich leisten, wenn man von seinen wenigen Lesern ernst genommen werden will.

Aber man schreibt ja auch nicht um berühmt oder reich zu werden, sondern weil es Spaß macht, oder nicht?
Wieso ich euch das alles erzähle? Nun, ich habe gerade ein neues Manuskript fertig. Beim letzten Mal hat’s leider nicht geklappt, mein Verlag ging zwischen Lektorat und Druck pleite. Mal sehen, was diesmal daraus wird.

Eine traumvolle Woche. Euer Traumperlentaucher

2008-09-11

Spook Der Schüler des Geisterjägers

Von traumperlentaucher @ 18:29 [ Bücher ]


Was gibt es schöneres als vor dem einschlafen ein gutes Buch zu lesen. Ein gutes Buch zusammen erleben! Wenn man von der heiseren Stimme und den dauernden Trinkpausen mal absieht. Doch nicht jedes Buch eigent sich gleichermassen zum Vorlesen. Wenn ich an Herr der Ringe, Otherland, das Lied von Eis und Feuer und noch viele andere denke, geht meine Stimme schon bei der Ahnung an die vielen langen Abende flöten. Daher machten wir uns auf die Suche nach einem Fantasy Roman mit übersichtlicher Seitenzahl und schönen Bildern.

Joseph Delaney nannte sein Werk Spook. Unheimlich geht es im Lande der Geisterjäger zu. Die vielen düsteren Hexen, vorallem ihre Rituale, machen das weglegen schwer und das näher zusammenrutschen einfach. Die Geschichten von Tom Wards, dem Lehrling des grossen Geisterjägers Spook, hat uns einige Abende weg von der Kiste und rein in die Kiste eingebrockt. Danke!

Buchrücken
"Wer immer auch klopft: öffne niemandem die Tür! Lass auf keinen Fall die Kerze verlöschen. Warte bis Mitternacht. Dann beginnt die Prüfung ..."

In der Hoffnung euch das Warten auf den Träumer ein wenig vereinfacht zu haben, verbleibe ich hochachtungsvoll.

Staubfinger

2008-09-04

Wachen! Wachen!

Von traumperlentaucher @ 18:20 [ Bücher ]


Frische Bergluft war nicht die einzige Erklärung für Karottes beeindruckendes Erscheinungsbild.

Bildungslücke! Genau so beschreibe ich das nicht kennen von Terry Pratchett und seinen Scheibenweldromanen. Diese Bücher haben mich sogar in einem depressiven Zustand noch zum Lachen gebracht. Natürlich erst nachdem das Schlimmste vorbei war, vorher ist ja nicht ans Lesen zu denken. Für all diejenigen die seine Werke trotzdem nicht kennen, folgen ein par Punkte, warum man sich in die staubige Abteilung der Bücherei wagen sollte.

Wo sonst....

... gibt es einen Königssohn der Karotte heisst, von Zwergen grossgezogen wurde und sich trotz Menschengestalt für einen Zwerg hält?
... nimmt man Werwölfe, Trolle und Zwerge in die Nachtwache auf?
... explodieren Miniaturdrachen an Verdauungsstörungen?
... existiert ein Fluss auf dem man vor lauter Dreck stehen kann?
... erscheint der TOT in Grossbuchstaben?

Bei dieser Auflistungen beziehe ich mich nur auf die Wächterromane. Wer übergeschnappte Hexen sucht, ein Zauberer der nicht Zaubern kann, eine Truhe aus intelligentem Birnbaumholz usw. findet dies ebenfalls im Regal unter dem Namen Pratchett.

Staubfinger

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