2009-11-30

Menschenrecht Minarett?

Von traumperlentaucher @ 07:48 [ Gedanken & Beobachtungen ]


Die Mehrheit der Schweizer sei auf die Propaganda der Rechtspopulisten hereingefallen, heißt es heute u.a. in den Zeitungen. Diffuse Ängste hätten zur Annahme der Anti-Minarett-Initiative geführt. Im Klartext heißt das wohl: Die Mehrheit der Schweizer ist blöd, dumpfes Stimmvieh eben. Die Mainstream-Presse trieft vor Arroganz. Mich graust.

Die Bundesrätin mit den Glubschaugen bezweifelt gar, ob die Initiative umgesetzt werden kann. Eine merkwürdige Reaktion der Regierung. Entspricht das Resultat nicht den Vorstellungen hat man Mühe mit der Umsetzung. Die Damen und Herren sollten in Zukunft aufhören, das Volk zu belügen wie zum Beispiel bei der Personenfreizügigkeit, dann würde man ihnen vielleicht eher glauben.

Die Genfer hätten nein gestimmt, weil sie Seite an Seite mit dem friedlichen Islam leben würden, erklärt gar ein Kommentator. Quatsch. Die Genfer leben von den Arabern und hatten Angst um ihr Geschäft.

Die islamische Welt reagiere mit Entsetzen, liest man des Weiteren. Bei terroristischen Anschlägen von Islamisten reagiert aber diese „Welt“ jeweils mit Jubel oder im besten Fall mit Schweigen.

Den Vogel schiesst jedoch der in Genf lebende Islamwissenschaftler Tariq Ramadan ab. Er bezeichnete das Votum als “katastrophal”, wie verschiedene Zeitungen (u.a. die Süddeutsche) melden. Vielleicht hätten sie sich über diesen Herren vorher informieren sollen.
Dieser Tariq Ramadan gilt als Reformer, weil er sich für ein Moratorium bei der Steinigung von Frauen ausgesprochen hat (nicht etwa Abschaffung!). Er ist zudem der Ansicht, dass die Europäer den Islam freiwillig annehmen sollten und man ihn nicht aufzwingen sollte. Sie bräuchten dazu ja nicht ihre Sitten und Gebräuche abzulegen, solange diese mit der Scharia vereinbar seien.

Blättert man weiter durch die Zeitungen, so fällt einem auch das eigenartige Demokratieverständnis der Grünen auf. Sie kündigten an, die Abstimmung vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anzufechten. Eine interessante Ansicht: Der Bau von Minaretten ein Menschenrecht? Ich würde es begrüßen, wenn sich die Grünen vermehrt um ihr Grundanliegen kümmern würden: Unsere Umwelt. Genauso würde ich es begrüßen, wenn sich die Sozis wieder ihren Wurzeln zuwenden würden. Dann wären sie auch wieder wählbar.
Es bleibt zu hoffen, dass "die Intelligenz" dieses Landes in den nächsten Tagen und Wochen etwas tiefer taucht und zu den wirklichen Gründen des Abstimmungsresultats vorstößt. Vielleicht wird sie dabei erkennen dass das Problem „Islamismus“ (nicht Islam!) heißt und nicht „dummes Schweizervolk“

A propos: Ich mag Moscheen und Minarette. Genauso wie Kirchen und Kathedralen. Ich bewundere ihre Architektur. Wenn man ihnen nur die Religion austreiben könnte! Diesen Bremsklotz der menschlichen Entwicklung.

Eine schöne Woche. Euer agnostischer Traumperlentaucher.

2009-11-29

Toleranz heißt, die Intoleranz nicht zu tolerieren. (Karl Poppers)

Von traumperlentaucher @ 18:25 [ Gedanken & Beobachtungen ]


Die Schweizer würden diesen Entscheid noch bitter bereuen, liest man unter anderem von den Gegnern der Anti-Minarett-Initiative. Wirtschaftsblockaden und Terroranschläge werden gar befürchtet.
Da kann ich nur den Kopf schütteln. Das Minarettverbot dürfte für die Schweiz keine nachteiligen Folgen haben. Denn Muslime sind allgemein dafür bekannt, Provokationen einfach zu ignorieren und nicht wie die christlichen Fanatiker „Jesus ist groß“ rufend und Fahnen verbrennend den Tod für alle Ungläubigen zu fordern und Botschaften anzuzünden. Auch werden sie sicher keine Geiseln nehmen oder gar köpfen, wie das in den westlichen Ländern der Fall ist. Die Christen dort drehen ja schon wegen ein paar Karikaturen durch.
Nein, in den aufgeklärten und demokratischen islamischen Republiken geht es gesitteter zu. Dies ist nicht nur auf den mäßigenden Einfluss der islamischen Geistlichen zurückzuführen, sondern insbesondere auf die Toleranz der islamischen Religion gegenüber Andersdenkenden.

Ganz anders als im mittelalterlichen Christentum des Westens, wo Frauen irgendwo zwischen dem Vieh und den Männern angesiedelt und nach Bedarf entweder ausgepeitscht oder gesteinigt werden, nachdem sie von Männern vergewaltigt wurden.

Einige böse Zungen behaupten zwar, es würden haarsträubende Dinge im Koran stehen, wie etwa:

Sure 4, Vers 34: "Die Männer sind den Weibern überlegen wegen dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat... Diejenigen (Weiber) aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet - warnet sie, verbannet sie in die Schlafgemächer und schlagt sie..."

Sure 8, Vers 55: „Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben.“

Sure 98, Vers 6: „Siehe die Ungläubigen vom Volk der Schrift (d.h. Juden und Christen) ... Sie sind die schlechtesten der Geschöpfe.“

Dabei handelt es sich aber in allen Fällen um böswillige Übersetzungen, wie sie von aggressiv missionierenden Religionen wie dem Christentum verwendet werden.
Genauso wie die angebliche Aussage Erdogans, des türkischen Ministerpräsidenten, der gesagt haben soll:

"Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten. Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufspringen, bis wir am Ziel sind"

Nichts als Verleumdung der immerzu beleidigten Christen.

Trotzdem bedeutet die Annahme dieser Initiative einen Rückschritt für die Schweiz. Um weiterem Image-Schaden für dieses Land vorzubeugen, müssen in Zukunft solche populistischen Initiativen bereits vor der Abstimmung gestoppt werden. Auch sollte sichergestellt werden, dass die Meinungsumfragen im Vorfeld der Abstimmung nicht die Meinung der Umfrager, sondern der Befragten widerspiegelt.

Grundsätzlich sollte sich die Schweiz überlegen, ob sie sich nicht den demokratischen Gepflogenheiten der EU anschließen sollte und in der Regel das Volk nicht abstimmen lassen sollte, weder über Initiativen, Referenden noch sonst etwas. Und wenn schon, dann sollte, wie in der EU, einfach solange abgestimmt werden, bis das richtige Resultat erreicht wird. Der Mob lässt sich zu leicht manipulieren und ist in der Regel zu dumm um zu wissen, was richtig und falsch ist.

Natürlich ist dieses unnatürliche Resultat nur zustande gekommen, weil die rechtsextremen Parteien dieses schreckliche und gegen die Menschenwürde verstoßende Plakat ausgehängt hatten. Aber Frauen zu verschleiern oder Mädchen in Ganzkörperkokons schwimmen zu lassen ist eine typische christlich-fundamentale Eigenart.
Im Islam ist die Menschenwürde unantastbar, Frauen und Männer sind gleichberechtigt und die freie Religionswahl und Ausübung ist gewährleistet.

Die Initianten dieser merkwürdigen Initiative haben aber auch das Volk verhetzt. Die Gefechte der Freiheitskämpfer in Daressamlam, Nairobi, New York, Washington, Djerba, Bali, Madrid, London, Mumbai usw. wurden schändlicherweise zur Angstmache missbraucht. Auch behaupteten sie, Minarette seien Symbole der Macht und der Eroberung, historische Reliquien aus Zeiten wo Muezzine zum Gebet Krach gemacht hätten. Das ist purer Unsinn.
Im Islam sind solche Zwangsmittel absolut unnötig. Jeder weiß, wie er sich zu verhalten hat. Das ist übrigens eine Errungenschaft der Scharia, die überall gilt, wo Muslime wohnen. Außer leider in den intoleranten westlichen Ländern.

Doch zurück zu dieser unnötigen Initiative:
Sie hat sich im Grunde nicht gegen Minarette, sondern gegen den Islam gerichtet. Das ist ein offenes Geheimnis. Dem Volk wurde Angst gemacht vor einer Islamisierung, ja sogar vor einer Eroberung Europas durch den Islam. Und es wollte mit seinem Ja vermutlich sagen: "Bis hierher und nicht weiter."
Dabei wäre es ein Glück für Europa, wenn diese mittelalterliche, intolerante, jeglichem freien Denken gegenüber feindlich gesonnene Religion wie das Christentum, einer toleranten aufgeklärten Religion weichen müsste. Hier hätte die Schweiz ein Zeichen setzen können und sich damit an die Spitze freidenkender, aufgeklärter, dem Humanismus verbundener Menschen stellen können, wie sie das seit den Zeiten Wilhelm Tells tat.
Lieder hat sie das nicht getan. Obschon die meisten Parteien, die führenden Köpfe, die Intellektuellen, die Industriellen und alle anderen vernünftig denkenden Personen gegen die Initiative postuliert hatten. Ob die Herrschenden in diesem Land den Draht zum Volk verloren haben?
Doch wie soll es nun weiter gehen mit diesem Staat? Müsste man ihn nicht auflösen, wie das der libysche Präsident vorgeschlagen hat? Oder müsste ihn die EU einfach annektieren?
Meines Erachtens hilft nur Druck: Internationale Menschenrechtsorganisationen müssen diese Abstimmung verurteilen, die UNO muss eine Resolution entschließen, das Abstimmungsergebnis muss vor dem internationalen Menschenrechtsgerichtshof angefochten werden. Die Schweizer müssen lernen, dass man nicht immer Freiheit und Toleranz fordern kann und gleichzeitig selbige massiv unterdrückt.
In der Zwischenzeit sollten wir uns in Geduld üben. Eines Tages werden die Minarette als Zeichen der Toleranz auch in Schweizer Städten und Alpentälern sprießen.

Friede sei mit euch. Euer Traumperlentaucher

2009-11-26

Menschenbienen

Von traumperlentaucher @ 12:21 [ Gedanken & Beobachtungen ]


„Alles muss bezahlt werden. Auch staatliche Konjunkturprogramme. Aber nur vordergründig mit Geld. Ja, wenn es nur das liebe Geld wäre, so würden die Schulden tatsächlich keine Rolle spielen. Geld lässt sich beliebig herbeizaubern, wie Staaten und Banken täglich beweisen.

Doch bezahlt werden muss aus der aktuellen physischen Wirtschaftsleistung. Und die ist keineswegs so flexibel wie Geld. Deren Betrag muss nicht nur für die tägliche Versorgung der Bevölkerung herhalten, sondern auch für den steigenden Aufwand zur Erneuerung unserer Infrastruktur, für den stetig steigenden Aufwand der Ressourcenschöpfung und für die ebenfalls stark steigenden "Kosten" der Umweltverschmutzung und Zerstörung.
Hier liegen die Grenzen des Wachstums verborgen und wenn die Kapazitätsreserven der Wirtschaft nicht mehr ausreichen, um all diese "Kosten" zu decken – physisch und nicht geldmässig – dann sind diese Grenzen erreicht.“
Zitat aus meinem Blog vom 18.10.2009 „Grenzen des Wachstums“


Nun bin ich auf ein erschreckendes Video gestoßen, das diese Grenzen drastisch vor Augen führt.
Ein Filmausschnitt aus der Dokumentation „Le silence des abeilles“ von Doug Shultz (USA 2007) publiziert durch „National Geographic“.

In Teilen Chinas sind durch den Einsatz von Pestiziden die Bienen vollständig ausgestorben. Die Bauern müssen ihre Birnenbäume von Hand bestäuben. Eine enorm aufwändige und schwierige Arbeit. Ein einziger Bienenschwarm kann in einem Tag 3 Millionen Blüten bestäuben, ein Mensch bringt es auf einige Tausend.
Das sind die Kosten der Umweltzerstörung und diese können zwar in Geld beziffert werden, doch bezahlt werden muss schließlich mit Arbeitskraft (die dann anderswo fehlt). Würden in den USA die Bienen aussterben und müssten durch menschliche Bestäuber ersetzt werden, so würden diese 90 Milliarden Dollar kosten. Nicht viel, scheint uns, nachdem wir erfahren haben, mit welchen irren Summen die Banken „gerettet“ wurde. Doch für diese Rettung musste außer dem Drücken von einigen Tasten keine Arbeitsleistung erbracht werden. Sie spielte sich in einem virtuellen Casino ab.

Geld ist bloß eine Illusion, ein Traum. Bezahlt werden muss in der realen Wirtschaft am Ende immer mit Arbeit.

Wie wär‘s zur Abwechslung mal mit einer Tasse Lindenblütentee, gesüßt mit einem Löffel Honig? Euer Traumperlentaucher

2009-11-25

Konsul Tanten

Von traumperlentaucher @ 09:16 [ Erinnerungen ]


Das Ende naht, die Zeit ist reif, bringt euch alle in Sicherheit!
Doch wohin?
Natürlich auf meine neue Bloginsel:

http://traumperlentaucher.wordpress.com/

Denn für dieses Blog hier, läuten bereits die Totenglocken. Ende Jahr sei Schluss, sagt die Swisscom. Ersatzlos gestrichen, Speicher gelöscht, Laden dicht.
„Aus betrieblichen Gründen“, heisst es. „Nur Kosten, kein Nutzen“, lautet die gängige Übersetzung für solche Platitüden. „Blogs konkurrenzieren die eigene Nachrichtenplattform und werden durch die Macher derselben abgesägt“, lautet eine Verschwörungstheorie.

Das erinnert mich an eine Geschichte, die mir ein alter Freund erzählte. Natürlich ohne Gewähr und Anspruch an die Wirklichkeit:
Als die Swisscom noch mit der Post unter dem Kürzel PTT vereint war und die ersten Autotelefone aufkamen, habe man von externen Experten eine Studie über die Zukunft der mobilen Telefonie machen lassen.
Nun, mit externen Experten, sogenannten Konsul-Tanten, ist das so eine Sache. Ich hatte mal MacSchrott im Haus und da lief die Geschichte so: Die MacSchrotts fuhren in dunklen Limousinen vor wie in einem CIA-Film und schritten gemächlich und distanziert durch den Betrieb. Frisch gegelt und geschniegelt als kämen sie direkt aus dem Kleidergeschäft und von der Mani-Pedi-Fudikür. Das war aber das einzige Mal, wo sie von der Mannschaft gesehen wurden. Der Rest spielte sich hinter verschlossenen Türen ab. Dort befragten sie ausgewählte Kader zum Thema. Gekostet hat die Übung ein Vermögen und das Resultat war eine Zusammenfassung von dem, was unsere Leute erzählten. Wir hätten also ebensogut unsere eigenen Experten befragen können.
Doch zurück zur PTT, die später Telecom hieß und heute Swisscom ist. Minus den Postteil, aber das ist ein anderes Thema aus dem gleichen „Spital“ („Krankenhaus“, für meine deutschen Leserinnen und Leser).
Die Konsul-Tanten, die die Zukunft der mobilen Telefonie untersuchen sollten, kamen aufgrund der Gespräche mit den PTT-Experten zu folgendem Schluss:
Die Zukunft der kabellosen Telefone beschränke sich auf den Kundenkreis der Geschäftsführer und Kader von Betrieben. Typischerweise würden die Geräte in Mercedes eingebaut, damals offenbar das Standardfahrzeug der Patrons.
Kein Gedanke an Handys, kein Gedanke an telefonierende Kids, nix.

Die gleiche Leier wie früher bei der Einführung des Radios in der Schweiz. Er werde es nie zulassen, dass dieses Medium in der Schweiz Fuß fasse, ließ damals ein „PTT-General“ verlauten.

Jetzt sind die Blogs dran. Kein Wunder: Die Online-Zeitungen sind allesamt defizitär und quersubventioniert. Von dem bisschen Reklame, die sowieso kein Schwein anklickt, und etwas Lifestyle-Geschwurbel lässt sich kein Redaktionsteam durchfüttern. Das hat jetzt auch der Murdoch aus Down-under gemerkt, der famose Besitzer des Desinformationssenders Fox-News.

Das Interessanteste an Online-News sind übrigens die Kommentare in den zugehörigen Foren, soweit diese nicht aus Angst bereits abgeklemmt wurden.

Wäre ich MacSchrott und bekäme den Auftrag, die Newsplattform der Swisscom zu beurteilen, käme etwa Folgendes heraus:
Blablabla, blablabla, die Swisscom ist ein Kommunikationsunternehmen und keine Zeitung, blablabla, blablabla, und hat hier noch ein Sparpotenzial…

Nein, ich habe nichts Schlechtes gefrühstückt und auch nicht Kraut geraucht. Euer Traumperlentaucher

2009-11-24

Mustersucher

Von traumperlentaucher @ 09:00 [ Träume ]


In der Ferne hing ein Dunstschleier über dem Fluss und ich vermeinte, ein leises Rauschen zu vernehmen. Näherten wir uns dem „großen Bruch“, einem mächtigen Wasserfall, von dem die Flussfahrenden erzählten? Der Fluss solle dort auf seiner ganzen Breite mehr als tausend Meter hinunterstürzen auf eine tiefer gelegene Ebene. Kein Schwimmer oder Flossbesitzer habe jemals diesen Sturz überstanden. Wer es nicht rechtzeitig schaffe, an Land zu gehen, sei verloren. Schade, dass ich keinen Feldstecher hatte, oder gar ein Fernrohr.

„Hier, du kannst meines benutzen.“ Der Gesichtslose streckte mir ein ausziehbares Fernrohr hin, wie man es aus Piratenfilmen kennt. Er hatte es aus dem Nichts gezaubert. Ich nahm es dankend entgegen um den fernen Nebel zu inspizieren. Doch da war nichts.
„Manche Dinge verschwinden, wenn man genauer hinschaut“, bemerkte der Gesichtslose.
„Aber mit bloßem Auge gesehen, hängt dort Nebel über dem Fluss. Und das Rauschen bilde ich mir auch nicht ein.
„Wir sind alle Mustersucher. Wir versuchen in allem und jedem Muster zu erkennen, im Raunen des Windes, in den Gesteinsformationen der Berge, im Verhalten der Menschen.“

Da hatte er wohl Recht. Auch ich versuchte immer wieder Muster zu sehen, wo keine waren. Doch woran lag das?

„Die Menschen mögen das Chaos nicht. Alles muss seine Ordnung haben, auch wenn es eine Unordnung ist. Chaos scheint uns widernatürlich, gegen das Leben gerichtet. Darum versuchen wir auch im größten Chaos Muster zu entdecken.“
„Woran liegt das? An unserem Ordnungssinn?“
„Nein, an der Saat der Religionen. Götter lassen Chaos nicht zu. Sie haben die Welt erschaffen und sie zwingen den Menschen in ein Schema. Jeden Sonntag in die Kirche oder fünfmal am Tag in eine bestimmte Himmelsrichtung beten. Ohne Ordnung kein Leben nach dem Tod. Chaos würde endloses Vergessen bedeuten, behaupten die Priester.“
„Menschen brauchen die Ordnung, sie gibt ihnen Halt. Ohne Ordnung sind sie verloren“, wandte ich ein. „Das Resultat wäre Anarchie. Jeder gegen jeden. Haltloser Individualismus, der zum Zerfall der Gesellschaft führen würde.“
„Darum brauchen wir die Religion, das Militär und die Bürokratie“, spottete er. So einfach ist es nicht. „Wir brauchen auch das Chaos, denn nur aus dem Chaos kann wirklich Neues entstehen. Nur im Chaos sind wir in der Lage, uns zu wandeln und weiterzuentwickeln.“

Eine gewagte Aussage meines Traumbegleiters. War er ein verkappter Anarchist?
„Auch das größte Chaos hat seine Regeln“, hielt ich ihm entgegen.
Er hüstelte, wie es seine Art war, ein Lächeln auszudrücken.
„Du bist ein passionierter Mustersucher. Doch hier irrst du dich. Wenn Chaos Regeln hätte, könnte es nicht existieren. Schlimmer noch: Auch die Ordnung könnte in diesem Fall nicht existieren. Denn die Ordnung braucht Chaos, genauso wie Warm Kalt braucht und das Licht die Dunkelheit.“

Leider beendete Mitri, der Kater, meinen Traum, indem er mich in den großen Zeh biss. Er hatte Hunger und interessierte sich nicht für meine Träume.

Ich denke, was für Menschen gilt, gilt auch für Firmen: Jede Firma braucht eine Portion Chaos um innovativ zu sein, aber auch eine Portion Ordnung um profitabel zu sein. Frohes Schaffen. Euer Traumperlentaucher.

2009-11-23

Scheissegal

Von traumperlentaucher @ 08:33 [ Gedanken & Beobachtungen ]


„Klimalüge entlarvt“, titelt ein Blog, das hinter jedem Sack Reis, der in China umfällt, eine Verschwörung vermutet. Auch in „Skeptiker-Foren“, wie dem Gelben, gehen die Wellen hoch. Was ist geschehen?
Ein Hacker hat einige Megabyte Emails vom Server des britischen Klimaforschungsinstituts CRU kopiert und im Internet verbreitet. Darin findet man u.a. Hinweise, wie Klimadaten geschönt wurden und Beispiele, wie sich die Wissenschaftler über Klimaskeptiker mokieren.
Nichts Spektakuläres, keine großen Enthüllungen oder Neuigkeiten, bloß die Bestätigung, dass Wissenschaftler auch nur Menschen sind.
Doch die Klimaskeptiker sehen sich in ihrem Muster bestätigt, dass die CO2-Story ein grosser Schwindel sei um die Menschen abzuzocken und zu knechten.
Natürlich wird auch in der Wissenschaft gelogen, intrigiert und zurechtgebogen, wie überall wo es um Macht, „Ehre“ und Geld geht. Ein Doktortitel macht nicht immun gegen menschliche Schwächen. Nur einfach gestrickte Menschen glauben, dass bei der Klimaforschung nicht geschummelt wird.
Doch was soll’s? Die Gletscher schmelzen, die Jahreszeiten haben sich im Schnitt gewandelt. Um das zu sehen, brauche ich nicht Forscher zu sein. Und angesichts dessen, dass wir es in ein paar Jahrzehnten geschafft haben, die Hälfte der fossilen Energie, die über Jahrmillionen in der Erde in Form von Kohle, Erdgas und Öl gespeichert war, in die Luft zu blasen, scheint es mir auch wahrscheinlich, dass heute mehr CO2 in der Luft ist, als vor der Industrialisierung.
Aber ob da ein Zusammenhang besteht, ist mir inzwischen egal. Nachdem ich jahrelang in einem Sparwägelchen, eigentlich bloss ein fahrender Ventilator, unterwegs war, bin ich auf einen Achtzylinder umgestiegen. Ich möchte an der Vernichtung der verbleibenden Hälfte Öl auch meinen Spass haben, auch wenn ich meinen Wagen nur wenig benutze. Auch habe ich einen Lebensbedarf an Glühbirnen gekauft, da ich meine alten Tage bei vernünftigem Licht verbringen möchte und nicht meine Augen mit sogenannten Sparlampen quälen will. Auch das Jacuzzi bleibt auf wohlige 36 Grad geheizt. Wenn ich die nächtliche „Lichtverschmutzung“ sehe, herrscht wohl kaum ein akuter Strommangel.
Wie schon oft in diesem Blog geschrieben: Das Narrenschiff lässt sich nicht aufhalten und dem Universum ist es wurscht, ob ich Achtzylinder fahre oder nicht.
Wir Menschen werden unweigerlich den langen Marsch zurück ins Olduvai Tal antreten. Wir könnten den Abstieg wohl etwas sanfter gestalten, den Weg etwas verlängern, aber wollen tun das nur Wenige. Denn langfristig gesehen sind wir sowieso alle tot.

Eine fröhliche konsumorientierte und Klingelton angereicherte Woche. Euer Traumperlentaucher.

2009-11-20

Das Bett unter dem Sanddorn

Von traumperlentaucher @ 10:11 [ Träume ]


Ich war wütend. Der Gesichtslose spielte mit mir Katz und Maus.
„Wieso hältst du mich in diesem Traum? Wieso spielst du dich als Traumgott auf?“, fuhr ich ihn an.
Er ging nicht darauf ein. „Wir müssen dort hinunter.“ Er deutete auf den Fluss unter uns in der Felsenschlucht.
„Das haben wir schon versucht und beim letzten Mal bin ich abgestürzt und habe dabei meinen Traumkörper verloren.“
Er hüstelte, vermutlich wegen dem “Traumkörper“.
„Du wolltest ja unbedingt fliegen. Aber dieses Mal wirst du nicht abstürzen. Ich werde auf dich aufpassen.“
Ich fügte mich in mein Schicksal, zumal meine Versuche aufzuwachen, keinen Erfolg zeitigten. Vermutlich blockierte mein gesichtsloser Traumbegleiter die Grenze zur Wirklichkeit. War er also doch ein Traumgott, oder etwa ein Zauberer?
„Erstens bin ich weder Gott noch Zauberer und zweitens blockierst du dich selbst.“ Er hatte offensichtlich wieder in meinen Gedanken gestöbert.
Er wandte sich ab und begab sich auf den schmalen, in den Fels gehauenen Pfad, der steil nach unten führte. Ich folgte ihm.
„Wenn du das Gleichgewicht verlierst, so halte dich fest“, sagte er, ohne sich umzusehen. Dabei war mir nicht klar, ob er überhaupt sprach oder seine Worte direkt in meinem Kopf entstanden.
„Du hast gut reden. Hier gibt es nichts, woran ich mich festhalten könnte.“
„Du sollst dich auch nicht mit deinen Händen festhalten, sondern mit deinen Gedanken.“
„Telekinese? Die beherrsche ich leider nicht, nicht einmal im Traum.“
„Das ist so einfach wie Gedankenlesen. Stelle dir einen dritten Arm vor, der aus deinem Gehirn hinauswächst. Du kannst ihn so lange wachsen lassen, wie es notwendig ist und du kannst dich damit nicht nur festhalten, sondern auch Gegenstände ergreifen und manipulieren.“
„Schöne Geschichte. Genauso wie das Gedankenlesen, das du mir beibringen wolltest. Vermutlich sagst du mir jetzt, dass ich einfach üben solle.“
„In der Tat, Übung macht den Meister. Es gibt Menschen, die beherrschen diese Kunst sogar in der Wirklichkeit.“
„Etwa Zauberer? Die arbeiten doch alle mit Tricks.“
„Nicht alle. Einige arbeiten mit ihrer Gedankenkraft.“
„Und manipulieren die Gehirne der Zuschauer?“, entgegnete ich.
„Manchmal, aber meistens arbeiten sie an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit.“
Plötzlich standen wir am Ufer des Flusses, gerade an der Stelle, wo er die Schlucht verliess. Wie wir so schnell den Abstieg geschafft hatten, konnte ich mir nicht vorstellen. Doch was sollte es! In Träumen gelten eben andere Regeln.
„Darf ich jetzt endlich aufwachen?“
„Dieser Flussabschnitt ist etwas Besonderes und es gibt einige Dinge, die ich dir noch zeigen möchte.“
„Das kann warten, ich komme wieder.“
„Wie du willst.“ Er deutete auf das Ufergebüsch. Da stand mein Bett neben einem Sanddornbusch. Meine Partnerin lag schlafend darin.
„Danke“, sagte ich und legte mich zu ihr, ergriff ihre Hand und schloss die Augen.
Als ich aufwachte, waren der Gesichtslose, der Sanddorn und Fluss weg. Die Wirklichkeit schien wirklich und traumlos.

Ich wünsche euch ein kunterbuntes, traumhaftes Wochenende. Euer Traumperlentaucher

Bild: Kein Sanddorn aber ein Perückenstrauch (smoke bush)

2009-11-19

Es gibt keine Abkürzung

Von traumperlentaucher @ 07:49 [ Träume ]


Ich stand wieder auf dem Felsplateau, genau wie gestern im Traum.
„Komm, der Weg hinunter ist lang und schwer“, sagte der Gesichtslose zu mir.
„Wieso fliegen wir nicht einfach zum Fluss hinunter? Wir träumen ja bloß!“
„Der Weg ist das Ziel.“
Eine Alarmglocke erklang und ein rotes Licht blinkte in meinem Kopf. „Déjà vu“, raunte mein Verstand.
„Ich komme nicht mit“, sagte ich aus einer plötzlichen Eingebung heraus, „ich nehme den Aufzug.“
„Der fährt nur nach oben.“
Er war in die Falle getappt. Es gab hier keinen Aufzug. Etwas stimmte nicht an diesem Traum …und an meinem Gesichtslosen. Ich musste aufwachen!

Als ich die Augen öffnete, war es draußen noch dunkel. Aber ich lag im Bett und hörte das leise Atmen meiner Partnerin. Die Wirklichkeit hatte mich wieder.
Ich konnte nicht mehr einschlafen und so lag ich da, starrte in die Dunkelheit und sinnierte über den seltsamen Traum. Wiederholungsträume sind keine Seltenheit. Doch der Vergangene war kein gewöhnlicher Wiederholungstraum gewesen, das fühlte ich.

Als das Morgengrauen einsetzte, drehte ich meinen Kopf zu meiner Partnerin. Auch sie hatte ihr Gesicht mir zugedreht.
Was ich sah, ließ mein Blut in den Adern erstarren. Anstelle ihres Gesichts sah ich bloß ein graues Oval. Keine Augen, keine Nase, keinen Mund. Neben mir lag der Gesichtslose.

Wie ein geölter Blitz schoss ich aus dem Bett und rannte aus dem Zimmer.
Doch was jetzt? Ich stoppte. Keine Sekunde zu früh! Ich befand mich am Rande des Felsplateaus. Tief unter mir fraß sich der Fluss durch das Gebirge.
Als ich mich umdrehte, stand der Gesichtslose hinter mir.
„Es gibt keine Abkürzung“, sagte er.

Fortsetzung folgt. Euer Traumperlentaucher

2009-11-18

Erinnerungen an die Zukunft

Von traumperlentaucher @ 08:11 [ Träume ]


„Obschon ich fleißig geübt habe, kann ich immer noch nicht Gedanken lesen“. Klagte ich dem Gesichtslosen, als ich ihn wieder traf. Dieses Mal fand ich ihn nicht am Ufer des Flusses, sondern hoch oben auf einem Felsplateau. Der Fluss fraß sich an dieser Stelle durch eine mächtige Steinbarriere und der Uferweg musste deshalb in die Höhe ausweichen. Leider konnte ich von hier aus nicht sehen, ob er von links nach rechts floss oder umgekehrt. Ich wusste also nicht auf welcher Seite wir uns befanden.
„Bis zum Tor bin ich zwar gelangt, aber ich weiß nicht, wo ich nach dem Schlüssel suchen muss“, erklärte ich ihm.
„Suchen bringt nichts. Der Schlüssel wird dich finden, wenn du bereit bist.“
„Woran erkenne ich denn meine Bereitschaft?“
Der Gesichtslose hüstelte. Dann wandte er sich zum Gehen.
„Komm, der Weg hinunter ist lang und schwer.“
Da war es wieder, dieses Ausweichen. Sobald ich auf den entscheidenden Punkt zu sprechen kam, wechselte er einfach das Thema. Ich tat es ihm gleich:
„Wieso fliegen wir nicht einfach hinunter? Wir befinden uns ja im Traum."
„Der Weg ist das Ziel.“
Abgedroschene Phrase! War das alles, was er heute zu bieten hatte?
„Heute?“, sagte er und demonstrierte damit, dass er meine Gedanken tatsächlich lesen konnte. „In diesem Traum gibt es kein Heute. Er ist zeitlos.“
„Aber ich träume ihn doch jetzt, also heute!“
„Bist du dir sicher? Woher willst du wissen, dass du ihn nicht schon gestern oder vor drei Jahren geträumt hast oder erst in Zukunft träumen wirst.“
„Weil ich morgen aufwachen werde. Und ich werde mich an diesen Traum erinnern. Erinnerungen kennen einen Chronologie aber sie kennen keine Zukunft.“
Er hustet, als hätte er eine Packung Zigaretten aufs Mal geraucht und wäre dabei beinahe gestolpert.
„Nichts ist so unzuverlässig wie Erinnerungen.“

In diesem Moment verlor ich das Gleichgewicht auf dem schmalen Felsenpfad. Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit und es war passiert. Ich versuchte mich noch umzudrehen, versuchte mit der Linken ein einsames Grasbüschel am Wegrand zu packen. Doch die Tiefe zog mich magisch an. Mein Körper kippte über den Rand des Abgrundes.
Ein Aufblitzen von Panik, dann, als mir wieder bewusst wurde, dass ich träumte, der Versuch zu fliegen. Wie ein Vogel wollte ich meine Arme bewegen, doch die wollten nicht.
Lass ihn, sagte ich mir und meine Gedanken verließen den Körper. Ich sah ihn, wie er in den Abgrund raste, schwebte dabei über dem Felsenpfad. Im Nichtgesicht des Gesichtslosen wabberte es. Rote Schlieren wechselten mit gelben und violetten.
Zeit zum Aufwachen, dachte ich. Doch dann durchzuckte mich der Schreck. Wie sollte ich aufwachen ohne meinen Körper?
Unten beim Fluss spritze eine Fontäne Wasser in die Höhe.

Die Tatsache, dass ich diese Zeilen schreibe, beweist, dass ich trotzdem in die Wirklichkeit zurück gefunden habe. Es sei denn, dieser Traum wurde nicht gestern geträumt, sondern wird erst in Zukunft geträumt werden.

Gerade zieht ein Wolkenhund an meinem Fenster vorbei. Könnt ihr ihn auch sehen? Euer Traumperlentaucher

2009-11-17

Der Schlüssel zum Gedankenlesen

Von traumperlentaucher @ 09:06 [ Träume ]


„Du kannst Gedanken lesen?“, staunte ich.
„Ja, hast du das noch nicht bemerkt.“
Wie Schuppen fiel es mir von den Augen. Anlässlich unserer Spaziergänge am Ufer des Flusses hatte ich mich immer gewundert, wie oft er meine Gedanken erraten konnte.
„Können das alle Traumgestalten?“
„Träume sind offen, auch wenn sie verschlüsselt erscheinen.“
Da war sie wieder: seine mysteriöse Ader. Selten erhielt ich auf eine klare Frage eine klare Antwort. Doch dann fuhr er unerwartet fort:
„Auch du kannst Gedanken lesen.“
„Aha. Deine auf jeden Fall nicht.“
„Es ist ganz einfach. Du brauchst dich bloß zu konzentrieren.“
„Auf deine Gedanken?“ Ich versuchte es. Doch da war nichts, kein Echo, kein Flüstern, rein gar nichts.
„Nein, das nützt nichts. Du kannst stundenlang jemanden anstarren und dir das Hirn aus dem Schädel denken; so wird es nie klappen. Du musst zu mir kommen.“
„Da bin ich ja. Oder willst du, dass ich dir noch näher auf die Pelle rücke?“
Der Gesichtslose hüstelte. Das Äquivalent eines Lächelns.
„Das ist nicht nötig. Es braucht dazu keine physische Nähe. Stelle dir vor, zwischen uns gäbe es eine Verbindung, eine Art Geheimgang. Stell dir vor, er sei dunkelblau mit violetten Rändern. Gehe dann hinein in diesen Gang, bis du zu einer Tür gelangst. Stoße sie auf und betrete meine Gedankenwelt.“
Ich war baff. Eine so genaue Gebrauchsanweisung hatte ich von meinem Traumbegleiter nicht erwartet. Ich versuchte es und fand den beschriebenen Gang auf Anhieb. Er war wie ein in rohen Felsen getriebener Stollen. Aber ich kam nicht sehr weit. Etwas Elastisches, Zähes, zog mich immer wieder zurück.
„Du musst üben – immer wieder“, meinte er. „Eines Tages wirst du bis zur Tür gelangen.“
„Und dann kann ich sie so ohne weiteres aufmachen?“
Er hüstelte wieder. Ich war froh, dass er nicht mehr rauchte. Seine Hustenanfälle hatten mich jeweils um sein Traumleben fürchten lassen.
„Wenn du den richtigen Schlüssel hast, ja.“
Da war er also, der Hacken; hatte ich mir doch gedacht. Bevor ich mich aus meinem Traum verabschiedete, wollte ich aber noch wissen, ob sein Rezept auch in der Wirklichkeit funktionierte oder ob das Gedankenlesen nur auf Träume beschränkt war. Doch er hüstelte bloß und beim Überqueren der Traumgrenze wurde sein Hüsteln zu einem frischen Lachen.
Ich werde mal ein bisschen üben. Bis zur Tür werde ich es schaffen, davon bin ich überzeugt. Doch den richtigen Schlüssel zu finden, wird schwierig sein. Wie bei den meisten Problemen im Leben.

Frohe Spätherbstzeiten und viele bunte Blätter. Euer Traumperlentaucher.

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