Der Engel im Nebel (2)
| Von traumperlentaucher @ 12:42 | [ Träume ] |

Die Wirklichkeit lenkt mich immer wieder von den Träumen ab. Denn die Finsternis, die ihre Klauen nach uns ausstreckt, ist kaum mehr zu ignorieren.
Da ist es Balsam für die Seele, von Engeln zu träumen. Auch wenn diese als Landstreicher erscheinen.
Ich schlug also das Buch auf, das mir der Engel gereicht hatte, diesen schweren, in Schweinsleder gebundenen Band. Etwa mittendrin.
Die Seite war leer.
Ich blätterte rasch etwas vor und zurück, doch die Seiten waren alle blank. Ob etwa nur die erste oder letzte Seite...? Doch da erinnerte ich mich, dass ich beim ersten Blick ins Buch einen Baum gesehen hatte. Ich versuchte ihn wiederzufinden, blätterte das ganze Buch durch. Schließlich landete ich auf der ersten Seite. Doch auch die Sanduhr war verschwunden. Auch der Sensemann und das Mädchen mit der Tränenwaage auf der letzten Seite waren weg. Das Buch war vollständig leer - unbeschrieben.
Ein Hinweis? Der Fingerzeig eines Engels? Vielleicht.
Ich werde das Buch im nächsten Jahr mit meinen Träumen füllen.
Bevor ich aus diesem seltsamen Traum aufwachte, vermeinte ich noch den Engel in der Gestalt des Landstreichers zu sehen: In der Rechten trug er ein Licht, in der Linken ein Buch.
Alles Gute im neuen Jahr. Frieden, Glück und Liebe und gute Gesundheit.
Euer Traumperlentaucher












