2007-06-30

Der Duft der Träume

Von traumperlentaucher @ 08:48 [ Träume ]


Träume können riechen. Obschon ich in der Wirklichkeit keine gute Nase habe, im Traum funktioniert sie einwandfrei. Kürzlich hatte ich einen jener Fabrikträume, in dem ich in einer schier unendlich langen Montagehalle stand und versuchte ein großes Packet zu verstecken. Es durfte niemand erfahren, dass ich die Waren in den Betrieb geschmuggelt hatte, ohne die „Mehrwertsteuer“ beim Portier an der Loge zu bezahlen. Das Packet roch nach frischem Heu. Wahrscheinlich unter dem Einfluss der Wirklichkeit, denn das Fenster stand offen und der Bauer nebenan hatte frisch gemäht. Aber auch die einzelnen Gegenstände hatten ihre charakteristischen Duftnoten: Ein langes schwarzes Plastikteil roch nach frisch gemahlener Muskatnuss und ein glänzender Metallring nach Amber. Darum, so erfuhr ich im Traum, hätte ich die „Mehrwertsteuer“ entrichten müssen: nicht für die Gegenstände, sondern für die Düfte! Doch diese Duftsteuer galt nicht für ein Rohrstück, das ich dem Karton entnahm: Es roch nach Aceton und dieser Geruch war duftsteuerfrei.
Als ich am Auspacken war, erschien der Chef. Er grinste schief und roch nach zerquetschtem Maienkäfer. „Wenn du die Duftssteuer nicht bezahlt hast, muss die Kiste in Quarantäne.“
Leider erfuhr ich den Grund nie, denn in diesem Augenblick wachte ich auf.
Mitri kaute neben dem Bett an einem Käfer, auf dem Nachtisch lagen noch die Farbstifte, die nach Amber rochen (Wahrscheinlich der Spleen eines Marketingchefs) und ich erinnerte mich daran, dass meine Partnerin am Abend mit Nagellackentferner hantiert hatte.
Doch woher stammte der Muskatnussduft? Darüber rätsle ich noch heute. Vielleicht weil es mein Lieblingsgewürz ist?

Ich wünsche euch nur die besten Düfte, Euer Traumperlentaucher

Bild: Blühender Perückenstrauch (smoke bush)


2007-06-29

Weckruf für das Bundesamt für Energie

Von traumperlentaucher @ 08:02 [ Peak Oil ]


Nach dem Ölschock der Siebzigerjahre wurde in Paris die Internationale Energie Agentur von 16 Industrienationen gegründet um zukünftige Energiekrisen vorauszusehen und ihnen rechtzeitig begegnen zu können. Sie zählt heute 26 Mitgliedstaaten, u.a. auch die Schweiz.

Für die IEA schien in den vergangenen Jahren Peak Oil keine Gefahr, ein Ereignis, das weit in der Zukunft lag. Wie Exxon verteilte sie in regelmässigen Abständen Beruhigungspillen, die auch die Beamten in Moritz Leuenbergers Bundesamt für Energie ruhig schlafen liessen.*

Erstaunlicherweise scheint sich das jetzt zu ändern. Die IEA wird unruhig. Fatih Birol, der Chefökonom der IEA, erklärte kürzlich in einem Interview gegenüber der französischen Zeitung Le Monde: (Zitat) « D'ici cinq à dix ans, la production pétrolière hors-OPEP va atteindre un maximum avant de commencer à décliner, faute de réserves suffisantes. »
Und dann, nach weiteren beunruhigenden Aussagen, wie einem verklausulierten Zweifel an den Reserven Saudi Arabiens, meinte er noch : (Zitat) « Malheureusement, il y a beaucoup de paroles, mais peu d'actes. J'espère vraiment que les nations consommatrices vont comprendre la gravité de la situation, et mettre en place des politiques très fortes et radicales pour ralentir la hausse de la demande de pétrole. »

Erstaunlich, denn die IEA drückte sich in der Vergangenheit sehr politisch-diplomatisch aus.
Ich bin gespannt, wann die Männer und Frauen beim Bundesamt für Energie aus ihrem Traum aufwachen werden.

Hallo, ist da jemand? Euer Traumperlentaucher

* Habe dem BFE - www.bfe.admin.ch - vor einiger Zeit mal einen Brief geschrieben. Aus der freundlichen Antwort ging hervor; dass sie sich auf die IEA stützen und Peak Oil nicht als Problem sehen würden ;-)))

2007-06-28

Exxons Beruhigungspille

Von traumperlentaucher @ 07:57 [ Peak Oil ]


Gemäß dem Erdölkonzern Exxon muss sich die Welt keine Sorgen wegen einer Ölknappheit in den nächsten Jahren machen. Der Saft reiche noch für mindestens vierzig Jahre.
Unabhängige Experten sind jedoch anderer Ansicht und glauben, dass wir in den nächsten Jahren Versorgungsschwierigkeiten bei Erdöl und Gas bekommen werden. Was ist der Grund für die unterschiedliche Beurteilung?
Das Problem liegt bei den sogenannten Reserven:
Es handelt sich dabei um Angaben der jeweiligen Länder, die in den meisten Fällen nicht von einer externen Stelle verifiziert wurden.
Natürlich werden jedes Jahr immer wieder neue Ölfelder gefunden und manchmal in Sensationsmeldungen hochgejubelt.
Kürzlich habe ich irgendwo gelesen, man habe ein Riesenfeld mit geschätzten 400 Millionen Barrel (Fass à 159 Liter) entdeckt, eine wahre Sensation. Dumm ist nur, dass die Welt zurzeit etwa 85 Millionen Barrel verbraucht – pro Tag!
Die wirklich großen Felder wurden Mitte letzten Jahrhunderts gefunden und das Öl, das wir zurzeit verbrauchen, stammt zu einem guten Teil aus ihnen. Im Verlaufe der Zeit wurden die gefundenen Felder dann immer kleiner und schwieriger zu erschließen. Ist ja irgendwie logisch: Am Anfang findet man die größten Ostereier in den dümmsten Verstecken.
Doch da ist ein weiterer Punkt, der mich bei Exxons Beruhigungspille beunruhigt: Zu den Reserven werden auch die großen Lagerstätten an Teersanden und Ölschiefer gezählt. Also Vorräte, die sich nur mit enormem Aufwand, langsam und mit schlechtem EROEI (Enery returned on Energy invested) abbauen lassen, abgesehen von den immensen Umweltzerstörungen und dem dabei entstehenden CO2.
Auch die vermuteten Vorräte in großen Meerestiefen, die ebenfalls nur mit riesigem Aufwand erschlossen werden können, gehören zu diesen sogenannten Reserven.
Wie sicher diese Reserven sind, sah man zum Beispiel in Algerien. Im Jahre 1970 wurden diese auf dem Papier von 7 bis 8 auf 30 Milliarden Barrel erhöht. 1972 sogar auf 45. Doch 1974 kehrte man wieder zu den ursprünglichen Werten zurück.
Oder am Beispiel Shell, das 2004 seine „bewiesenen“ Reserven um 20% nach unten korrigieren musste.
Derzeit steigt der Weltverbrauch um 2% pro Jahr und die OPEC wird ihre Förderung nächstens (Herbst?) erhöhen müssen, damit keine Nachfragelücke entsteht. Insbesondere die Saudis werden auf die Tube drücken müssen. Schon bald werden wir wissen, ob sie das noch können.

Mit den besten Grüssen von Eurem Ölperlentaucher

2007-06-27

Ultimativer Tanz

Von traumperlentaucher @ 16:00 [ Traum Rezepte ]


Kennst du das Gefühl mit deinen Träumen zu tanzen und dabei durch tausend Räume zu eilen, durch tausend Leben zu leben und durch tausend Lieben zu lieben? Kennst du dieses wunderbare Gefühl, wenn dein Tänzer dich küsst und dir tausend kleine Tode verspricht? Nicht?
Dann leg dein schönstes Kleid an, nimm deine besten Schuhe und wirf dich in seine Arme und lass dich entführen. Lass dich empor heben in himmlische Höhen, lass dich herum wirbeln in einem Schwarm von Lichtern, gib dich ihnen hin. Lass dich entführen in das Haus der tausend Sinne, lass dich spüren die feinen Ströme und Wirbel, vergiss die Zeit und vergiss dich selbst. Ist es dein Traum? Ist es ein anderer? Wo liegt denn da der Unterschied? Weg mit deinen Gedanken, wirf sie weit fort und ergib dich nur deinem Fühlen. Spüre das sanfte Streicheln des Windes auf deiner Haut, das warme Licht der Sonne, das mit deinem Haar spielt und den kalten Schein des Mondes, der seine Muster auf dein Gesicht zaubert. Grabe deine Hände tief in den Körper dieser Erde und verschmelze mit ihrem Leib. Öffne deine Lippen und trinke ihre Liebe bis du vor Wonne taumelst. Und dann lass dich selber los. Vergiss wer du bist, vergiss, dass es dich gibt, schenke dich dem Universum.
Jetzt, in diesem einen kurzen Augenblick kannst du das Nichts erfahren. Es umschließt dich, nimmt dich auf und du bist nun ein Teil von ihm.

Mit verspäteten Grüssen, Euer Traumperlentaucher


2007-06-26

Abgespult

Von traumperlentaucher @ 07:35 [ Träume ]


„Ich bin der Pilot“, sagte der Mann mit der komischen Kappe und den grünen Augen. „Steig ein, wir fliegen gleich los. Ich muss nur rasch das Werk aufziehen.“ Er zog an einem Zentimetermass, das aus einem grauen Kästchen hing. Drinnen klickte und klackte es.
Das Flugzeug erinnerte mich an einen der Eisenbahnwaggons, in denen ich als junger Schüler in die Stadt gefahren bin. Eine kleine Treppe führte zu einer Plattform von der man durch eine Tür ins Innere gelangen konnte. Auch innen drin sah es aus wie in der Eisenbahn.
In diesem Moment setzte sich der Waggon, bzw. das angebliche Flugzeug in Bewegung. Ich rannte ihm nach, erwischte gerade noch die kleine Treppe und schwang mich auf die Plattform.
„Wir fliegen in zehn Minuten“, erklärte mir der Pilot, der auf der Plattform stand und immer noch am Zentimetermass zog. Es schien endlos zu sein und er hatte inzwischen soviel davon abgespult, dass ein langes Band hinter dem Waggon herflatterte. Erstaunt stellte ich fest, dass wir uns auf der Piste meines Traumflugplatzes befanden, mitten im Dschungel.
„Wohin möchten Sie denn fliegen?“
„Einmal hin und zurück“, entgegnete ich.
„Das ist ein Halt auf Verlangen und kostet extra.“ Er spulte noch mehr von dem Zentimetermass ab.
„Soviel habe ich nicht.“
„Dafür gibt's einen Zuschlag.“ Er blätterte in einem abgegriffenen Büchlein, das er aus der Tasche seiner altertümlichen Uniform gezogen hatte. Dann schaute er mich durchdringend an.
Da sah ich, wie ich mich in seinen grünen Augen spiegelte. Aber mein Spiegelbild war um Jahrzehnte jünger.
„Sie haben die Wahl“, sagte er bestimmt. „Sie können in bar oder mit Zeit bezahlen.“
„Wieviele Jahre?“
„Etwa dreißig, aber ohne Garantie.“
Inzwischen waren wir in der Luft. Der Waggon flog knapp über die Wipfel der Bäume. Das abgespulte Zentimetermass war so lang, dass ich sein Ende nicht erkennen konnte.
„Warten sie. Ich will es mir noch überlegen.“
„Kein Problem“, erklärte der Pilot und schnitt mit einer Schere das Zentimetermass ab. „Sie bekommen den Rest unten an der Kasse.“
Ich sah dem davonflatternden Zentimetermass nach, bis ich es aus den Augen verlor.
Dann erwachte ich aus meinem Traum.

Guten Flug, Euer Traumperlentaucher

2007-06-25

Der Paradiesvogel

Von traumperlentaucher @ 10:20 [ Traumgeschichten ]


Sid, in Wirklichkeit der gealterte Yan, erzählt dem jungen Wanderer eine weitere Geschichte:

Wenn du mit geöffneten Händen in deinem Garten ruhst, so setzt sich vielleicht eines Tages ein wunderschöner Paradiesvogel auf deine Hand. Nun hast du die Möglichkeit, deine Hände zu schliessen – und der Vogel ist gefangen. Er gehört jetzt dir und ist deinem Willen ausgeliefert. Doch sobald du die Hände wieder öffnest, wird er entfliegen und nie mehr zu dir zurückkehren. Du kannst aber auch mit offenen Händen sitzen bleiben, still und dankbar. Dann bleibt der Vogel bei dir, so lange er will. Er fliegt fort, wenn er sich nach der Weite sehnt, und wer weiss: vielleicht findet er wieder einmal den Weg zurück auf deine offene Hand. Nun, manchmal ist es kein Paradiesvogel, sondern nur ein unscheinbarer, grauer Spatz, ohne schillerndes Federkleid, ohne lieblichen Gesang. Wir beachten ihn oft kaum, obwohl auch er, ja gerade er, unsere Liebe verdient. Gott hingegen unterscheidet nicht zwischen Paradiesvögeln und Spatzen. Und er schliesst nie seine Hand. Er lässt uns die Freiheit, zu kommen und zu gehen. Es ist für den kleinen Vogel nicht leicht, an Gottes Liebe zu glauben, wenn er draussen schutzlos dem lauernden Raubvogel, dem Hunger und der Kälte ausgeliefert ist, wenn er den Sturm als unsäglich wütend empfindet, wenn er an der grenzenlosen Freiheit fast verzweifelt. Doch Gott liebt sie alle gleichermassen, die Spatzen, die Raubvögel und die Paradiesvögel. Darum gewährt er ihnen allen die Freiheit.

Aus dem „Traumwandler

Einen wunderschönen Tag, wünscht Euch euer Traumperlentaucher

2007-06-24

Falsche Richtung

Von traumperlentaucher @ 07:36 [ Traumgeschichten ]


Der junge Yan trifft auf seiner Wanderung entlang des großen Flusses auf Sid. Noch weiß er nicht, dass er sich damit selbst begegnet:

„Wohin wanderst du mein Freund?“, fragte ihn der Alte.
„Ich folge dem Lauf des Wassers, denn ich möchte sehen, wohin es führt, wo es endet“.
Der Mann mit dem silbernen Bart sah ihn mit einem Lächeln in den Augen an und erwiderte: „Je weiter du stromabwärts wanderst, desto schwieriger wird es, klares Wasser zu finden und desto stärker wird dir der treibende Unrat die Sicht auf das Wesentliche trüben. Und wenn du schliesslich am Ende des Flusses ankommst, dann wirst du kaum mehr wissen als jetzt.“
„Aber dann werde ich doch erkennen können, was der Fluss wirklich ist und welches Ziel er hat?“
„Nein, mein junger Freund, wenn du wirklich hinter das Geheimnis des grossen Stromes kommen willst, wenn du erkennen möchtest, was er ist, dann wanderst du in die falsche Richtung.“
Der alte Mann hielt eine Weile inne und liess seinen Blick über das Wasser schweifen. Dann fuhr er fort: „Du solltest stromaufwärts gehen. Je näher du der Quelle kommst, desto klarer wird das Wasser und desto tiefer wirst du sehen können. Und wenn du schlussendlich den Ursprung findest, wenn du dort ankommst, wo alles beginnt, dann werden deine Gedanken so klar sein wie das Wasser der Quelle.“


Aus dem „Traumwandler

Namaste, Euer Traumperlentaucher

2007-06-23

Freiheit durch Gechwindigkeit?

Von traumperlentaucher @ 09:39 [ Peak Oil ]


Gestern habe ich gelesen, dass die EU die Geschwindigkeit neuer Autos auf 162km/h beschränken möchte. Eine Meldung die eigentlich keiner Erwähnung wert wäre, denn die vielen Sesselfurzer in Brüssel müssen sich ja irgendwie beschäftigen.
Doch dann habe ich einige Leserkommentare im Internet gelesen.
Die Mehrheit ist empört.
Mit diesem Vorhaben wird offenbar am Selbstverständnis vieler Menschen gekratzt und scheinbar der Lebenssinn einer ganzen Generation junger und weniger junger Männer in Frage gestellt. Hier einige der Kommentare:

- „So ein Schwachsinn! Wozu kauf ich mir einen Porsche/Mercedes wenn ich damit nur 160 fahren kann.“
- „Wenn ich nach Deutschland gehe und da 600km abspulen muss und nur noch 160 fahren kann, dann komm ich ja nie an!“
- „Die meisten Autos sind jetzt schon limitiert und zwar auf 250km/h. Das soll weiterhin so bleiben.“
- Da kaufst du dir einen Sportwagen der nur auf 161 km/h kommt, 0 auf 100 in 3 Tage oder was??
- „Warum Autos bauen die 300 fahren können und dann runterschrauben? Das ergibt 0 Sinn.“
- „… in Deutschland oder Frankreich muss man schneller fahren können um in angemessener Zeit das Ziel zu erreichen.“
- „…am besten erschießt man sich präventiv mit der Dienstwaffe.“
- „…aber dann müsste ich mir wieder überlegen ob ich jetzt den 3ten oder 4ten auf der Autobahn einlegen soll.
- „Freie fahrt für freie Bürger“
- „…soll ich mit einem plombierten Auto auf die Rennstrecke?“
- "Klar braucht mein Porsche Cayenne ein paar Literchen mehr bei Tempo 220 statt bei 120, aber was hat das mit CO2 zu tun?"
- "Ein generelles Tempolimit halte ich durchaus für eine sinnlose Regelung und einen Eingriff in meine persönliche Freiheit.
Wieso soll ich, egal welches Tempolimit es gibt, nachts bei trockener freier Bahn nur mit 120/130/140/160/240 entlang schleichen dürfen?"
- "Jeder, der ab und an mal ein paar km auf der Autobahn z.B. in der CH machen muss, schimpft was das Zeug hält -über diese einschläfernde Kriecherei. Ich finde diese Fahrweise in Reisebusgeschwindigkeit absolut nervig."
- "Für mich i s t es eine wesentliche Einschränkung. Leider führe ich eine Beziehung auf Wochenendbasis und hoher Entfernung (520 km)"
- "Besser ist da schon der Vorschlag einer Mindestgeschwindigkeit wenigstens auf Autobahnen von 350 kmh. Die Deutsche Automobilindustrie würde - noch mehr -boomen, und unsere Nachbarn (die Idioten mit der Geschwindigkeitsbegrenzung) könnten ihre deutschen Autos bei uns ausfahren."

Danke schön!

Tja, was machen wir dann bloß in der Zeit nach dem Peak Oil, wenn der verfügbare Sprit jedes Jahr weniger wird, obschon die Menschen immer mehr wollen?
Tempolimiten, autofreie Sonntage, Treibstoffrationierung usw. etc.?
Das wird für die Menschen ja schlimmer als Hunger und Pestilenz!
Mein Rat: Lasst euch zu Psychologen ausbilden. Der Staat wird Heerscharen davon brauchen um die „Generation Auto“ psychologisch zu betreuen.

Mit einem Augenzwinkern, Euer Traumperlentaucher

Bild von Mike

PS. Nur damt ihr mich jetzt nicht in einer bestimmten Schublade "versorgt": Ich liebe tolle Motoren und fahre gerne Sportwagen - wenn mich die Freundin ranlässt.

2007-06-22

Ein Glas voll

Von traumperlentaucher @ 07:53 [ Traumgeschichten ]


Es ist eine alte Geschichte und man findet sie immer wieder in unzähligen Varianten, heute erzähle ich euch meine eigene Version:

Nimm ein Glas und fülle es mit Steinen. Diese Steine sind dein Leben: Familie, Beruf, Freizeit und all die materiellen Dinge, die wir für unentbehrlich halten. Das Glas ist jetzt randvoll - genauso wie dein Leben - und scheinbar findet nichts weiter darin Platz. Weit gefehlt! Nimm eine Handvoll Kieselsteine und du wirst feststellen, dass sie mühelos zwischen die größeren Steine gleiten um dort ihre Plätze zu finden. Es sind die Freuden und die Schmerzen, Glück und Unglück. Nun scheint das Glas aber wirklich voll! Doch nimm jetzt noch etwas Sand und lass ihn zwischen die Steine rieseln. Du wirst feststellen, dass er noch bequem Platz in deinem Lebensglas findet. Es ist der Sand der Liebe und der Leidenschaft. Schwer zu fassen und leicht zu verlieren. Jetzt ist kein Zwischenraum mehr zu sehen, jeder Platz im Glas ist besetzt. Doch halt! Nimm noch etwas Wasser und gieße es ins Glas. Du wirst erstaunt sein, wieviel davon noch Platz hat. Es ist durchsichtig, unsichtbar, und doch ist es da: es sind deine Träume.

Doch was ist der Sinn hinter diesem Lebensglas?
Der Sinn des Glases ist es, geleert zu werden: in ein viel größeres Glas. Doch nicht die Steine und auch nicht der Sand. Die werden der Erde zurückgegeben. Es ist das Wasser, das weiter fließt in das große Gefäß, um sich dort mit all dem andern Wasser zu verbinden. Doch dieses Wasser wird sich an die Steine erinnern und es wird sich auch an den Sand erinnern, an jedes feinste Sandkörnchen, das es umspült hat.

Ich wünsche Euch immer ein volles Glas, Euer Traumperlentaucher





2007-06-21

Morgenstund, Hagel im Mund

Von traumperlentaucher @ 10:27 [ Mitteilungen ]


Vielleicht hätte ich das Bild von den Eiszapfen gestern nicht zeigen sollen. Es hatte irgendwie eine prophetische Wirkung.
Heute Morgen war ich kaum aufgestanden und noch nicht richtig wach, da wurde es wieder dunkel. „Fein“, dachte ich, „es ist wird schon wieder Nacht, Zeit zum Träumen.“
Doch das Donnergrollen und die Blitze wie aus einem Stroboskop passten nicht in das friedliche Bild.
Als ich beunruhigt aus dem Fenster blickte, empfing mich der Weltuntergang. Schwarze Wolkenfetzen rasten nur meterweit über die Dächer und dahinter kam ein dunkelgrauer Vorhang angebraust. Die beiden Katzen rasten wie geölte Blitze davon um sich irgendwo ein sicheres Plätzchen zu suchen und als hätten sie das Signal dazu gegeben, prasselten auch schon die ersten Eisgeschosse gegen die Fenster. Traumperlen im Horizontalflug?

„Dieses Jahr wird’s wohl wenig Schnaps geben, aus den übrig gebliebenen Pflaumen“, dachte ich, als ich durch den knöcheltiefen See watete um das Feingehackte im Garten in Augenschein zu nehmen.
Ringsum lamentierten die Leute in ihren Gärten und ich hörte sie immer wieder rufen: „Das ist einfach verrückt, nicht zu glauben!“

Was werden die erst sagen, wenn der richtige Weltuntergang mal daherkommt?

So, jetzt mach ich mir erst mal einen Whiskey à la Grêle. Mit verhagelten Grüssen von Eurem Traumhageltaucher

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